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Mann in Café erschossen: Mann wegen Mordes vor Gericht

Ingolstadt (dpa/lby) – Nach tödlichen Schüssen in einem Ingolstädter Internetcafé muss sich von Donnerstag an ein 38-Jähriger wegen Mordes vor Gericht verantworten. Er soll Mitte Juni 2020 in dem Lokal einen Bekannten mit einer Pistole umgebracht haben. Der 50 Jahre alte Mann starb trotz Reanimationsversuchen noch am Tatort. Das Landgericht Ingolstadt hat für den Prozess neun Verhandlungstage geplant. Ein Urteil könnte demnach Ende März fallen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein vorhergehender Streit zwischen dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer Auslöser des Verbrechens war. Die beiden sollen einige Tage zuvor eine körperliche Auseinandersetzung gehabt haben. Der Angeklagte wollte es demnach nicht auf sich sitzen lassen, dass der ältere Mann ihn geschlagen und verletzt habe. Mit dem Anschlag auf den 50-Jährigen in dem Internetcafé habe der türkische Staatsangehörige seine Ehre wieder herstellen wollen.

Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich noch weitere Gäste in dem Lokal. Die Ermittler gingen damals allerdings davon aus, dass für die anderen Besucher wegen der persönlichen Beziehung zwischen dem mutmaßlichen Schützen und dem Opfer keine unmittelbare Gefahr bestand.

Der nun Angeklagte wurde von den Einsatzkräften festgenommen, nachdem er das Geschäft verlassen hatte. Er leistete keinen Widerstand.

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