Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand., © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

«Maishäckslerverfahren»: Sabotage auf Feld

Nägel, Holzstämme und Metallteile sollen zwei Männer in einem Maisfeld versteckt haben, um die Arbeit eines Landwirts zu sabotieren. Nun müssen sie sich wegen Sachbeschädigung unter anderem an einem Maishäcksler vor Gericht verantworten.

Die am kommenden Donnerstag am Amtsgericht Neustadt an der Aisch angesetzte Verhandlung ist bereits der zweite Versuch, die beiden zur Verantwortung zu ziehen: Zum ersten Prozess im vergangenen Sommer war einer der Angeklagten nicht aufgetaucht.

Den beiden Männern werden sechs solcher Sabotageakte zwischen März und September 2019 im Raum Neustadt an der Aisch vorgeworfen. Einem Gerichtssprecher zufolge versteckten sie etwa Nägel an Maiskolben oder brachten andere Gegenstände an den Pflanzen an. Insgesamt sollen sie damit einen Schaden von fast 91.000 Euro an landwirtschaftlichen Maschinen verursacht haben.

Am schwersten wiegt der Fall, bei dem sie mit einem Aluminiumblock einen Schaden von mehr als 80.000 Euro an einem Maishäcksler verursacht haben sollen. Über das mögliche Motiv der beiden äußerte sich das Gericht nicht. Laut einem «Bild»-Bericht sind die beiden Brüder und ebenfalls Bauern.

Das Gericht hatte eigentlich bereits 2021 verhandeln wollen. Zwei Verhandlungstermine im «Maishäckslerverfahren» im Sommer wurden aber wieder abgesetzt: Einer der Angeklagten erschien nicht zum Prozess. Auch die Polizei, die sich auf die Suche machte, traf ihn nicht an. Daraufhin wurden nicht etwa neue Termine im alten Verfahren, sondern gleich eine ganz neue Hauptverhandlung angesetzt, die nun am Donnerstag beginnt.