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Prozess: Mädchen zum Missbrauch angeboten

Schweinfurt (dpa) – Im Prozess um Zwangsprostitution und schweren sexuellen Missbrauch eines Mädchens in Unterfranken will der Angeklagte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft einräumen. Das sagte sein Verteidiger am Montag zu Verhandlungsauftakt am Landgericht Schweinfurt. Weil die Jugendschutzkammer die Öffentlichkeit für die Aussage des 49-Jährigen ausgeschlossen hat, werden Details des angekündigten Geständnisses wahrscheinlich nicht den Sitzungssaal verlassen.

Die Anklage geht davon aus, dass der Mann das Kind seiner Lebensgefährtin über etwa zwei Jahre in Dutzenden Fällen schwer sexuell missbraucht hat. Zudem soll der Angeklagte das mutmaßliche Opfer, das bei den Übergriffen zwischen neun und elf Jahre alt war, Lastwagenfahrern auf Autobahnparkplätzen zum Missbrauch angeboten haben.

Die Mutter des Mädchens, das zuletzt im Raum Bad Kissingen lebte, soll von vielen Übergriffen ihres Partners gewusst und diese gebilligt haben. Sie muss sich in einem gesonderten Verfahren verantworten.

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