Landeskomitee der Katholiken in Bayern will auf Missbrauchs- und Misshandlungsfälle reagieren

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat eine unabhängige Anlaufstelle für Missbrauchs- und Misshandlungsopfer im kirchlichen Bereich für den Freistaat gefordert: Diese müsse alle plausiblen Fälle kirchen- und strafrechtlich zur Anzeige bringen, heißt es in einer heute veröffentlichten Stellungnahme des obersten Laiengremiums in Bayern. Dies schließe auch Bischöfe und Ordensobere als Beschuldigte ein, heißt es. Die Stelle solle außerdem regelmäßig – unangemeldet – kirchliche Einrichtungen in Bayern auf mögliche Fälle hin überprüfen, die nicht gemeldet worden seien. Ziel sei es: Betroffenen möglichst unverzüglich ein professionelles, therapeutisches Hilfsangebot innerhalb oder außerhalb der Kirche auf deren Kosten zu vermitteln.