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Kultusminister stellt Werte-Initiative an Schulen vor

München (dpa/lby) – Zivilcourage, friedliches Miteinander und gegenseitiger Respekt – unter anderem diese Werte sollen in Zukunft stärker an bayerischen Schulen vermittelt werden. Kultusminister Bernd Sibler (CSU) stellte am Montag die Initiative «Werte machen Schule» vor. Angesichts von digitalem Wandel, Extremismus und Fake-News sei es wichtig, jungen Menschen einen «ethischen Kompass als Richtschnur für ihr Handeln» mitzugeben, so Sibler. Pro Regierungsbezirk sollen 20 bis 25 Schüler aus achten und neunten Klassen zu sogenannten Werte-Botschaftern ausgebildet werden. Im kommenden Schuljahr sind Oberfranken, Schwaben und Niederbayern dran, die anderen Regierungsbezirke folgen im Jahr danach.

Welche Werte wie vermittelt werden sollen, steht nach Ministeriumsangaben noch nicht fest. Dies soll mit einem Experten-Forum und den Schülern gemeinsam erarbeitet werden. Ein Schwerpunkt werde im kommenden Jahr aber die Wertebildung in der digitalen Welt sein. Dabei werde mit den Schülern überlegt, welche Werte in der digitalen Welt gelten sollten und ob sich diese von den Werten in der analogen Welt unterscheiden. Zudem umfasse die Initiative Themenbereiche wie Demokratie-Erziehung, Medienethik und Kommunikationskultur.