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Kriminelle Vereinigung: Prozess gegen Rechtsextreme steht an

Bamberg (dpa/lby) – Sie sollen mit Straftaten gegen eine Asylbewerberunterkunft gedroht und Sprengstoffdelikte begangen haben: Ab dem 10. Oktober müssen sich vier Rechtsextremisten – drei Männer und eine Frau – wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Die zuständige Kammer habe die Anklage unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Angeklagten im Alter von heute zwischen 24 und 39 Jahren vor, sich als Mitglieder der Sektion Bayern-Franken der verbotenen rechtsextremen Vereinigung «Weiße Wölfe Terrorcrew» radikalisiert zu haben. Ihr Ziel sei gewesen, politisch linke Menschen und Gruppierungen sowie Ausländer zu bekämpfen.

Zwischen Dezember 2014 und August 2015 sollen sie in unterschiedlicher Beteiligung unter anderem Körperverletzungs- und Sprengstoffdelikte begangen haben. Zwei von ihnen sollen am 19. August 2015 mit Angriffen auf eine Asylunterkunft in Bamberg gedroht haben. Den Ermittlungen zufolge planten sie zudem als Mitglieder des Führungszirkels der Gruppe Gewalttaten und den Einsatz von verbotener Pyrotechnik.

Die Staatsanwaltschaft hatte im September 2016 Anklage erhoben. Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte den rechtsextremen Verein «Weiße Wölfe Terrorcrew» kurz zuvor verboten.