Der bisherige Torwarttrainer Marco Kostmann (2.v.l) spricht als Hauptverantwortlicher beim Training von Arminia Bielefeld., © Friso Gentsch/dpa

Kostmann nimmt Team in die Pflicht – Zukunft mit Henke?

Mit Zuversicht, einem Routinier an der Seite und einem Appell an die Mannschaft will Marco Kostmann bei Arminia Bielefeld die Trendwende im Abstiegskampf schaffen.

«Jeder Spieler muss wieder zeigen, warum er hier einen Arbeitsvertrag bekommen hat – und den haben sie alle zurecht. Jeder muss sein Können wiederbeleben», fordert der als Interimscoach eingesetzte Nachfolger des freigestellten Frank Kramer.

Nach zuletzt sechs Niederlagen in sieben sieglosen Spielen müssen die Ostwestfalen als Tabellen-17. am Samstag beim 1. FC Köln dringend punkten, um den Klassenverbleib noch zu schaffen.

Kostmann, der seit 2011 mit zweijähriger Unterbrechung im Bielefelder Trainerteam vor allem als Torwarttrainer arbeitet, kennt die Mannschaft genau und weiß, wo er die Hebel ansetzen muss. Die Schwächen in der Offensive seien dem mangelnden Selbstvertrauen geschuldet. «Ich versuche meine Arbeitsweise mit den Torhütern in die Köpfe der Spieler zu übertragen. Es kommt auf jede einzelne Situation an und darauf, die Balance zwischen Lockerheit und hochkonzentrierter Arbeit zu finden», erklärte der 56-Jährige.

Sport-Geschäftsführer Samir Arabi betonte, dass er sich bei der Trainerpersonalie zum Handeln gezwungen gesehen habe. «Die Form der letzten sieben Spiele wird nicht reichen, das haben wir auch der Mannschaft klar gemacht», sagte der 43-Jährige. Kramer sei nach wie vor ein guter Trainer. «Er hat es in dieser Situation leider nicht geschafft», sagte Arabi.

Mit Michael Henke als zusätzlichem Co-Trainer mit der nötigen Erfahrung sieht der Geschäftsführer das Team nun gut aufgestellt. «Für die letzten Spiele ist es jetzt die bestmögliche Lösung für Arminia», befand Arabi. Eine Zusammenarbeit mit Henke über die Saison hinaus sei auch nicht ausgeschlossen. «Die Möglichkeit gibt es. Wir werden uns am Saisonende zusammensetzen», sagte Arabi.