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Koenig & Bauer startet mit Minus ins neue Geschäftsjahr

Würzburg (dpa/lby) – Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer ist mit einem Minus ins neue Geschäftsjahr gestartet. Hauptgrund dafür ist, dass viele bestellte Maschinen erst im zweiten Quartal an die Kunden ausgeliefert werden, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Würzburg mitteilte. Erst mit der Installation der Maschinen vor Ort fließt auch das Geld. Zudem haben die Franken im Vorjahreszeitraum einen größeren Auftrag abschließen können, der die Erlöse in die Höhe getrieben hatte. Der Umsatz sank nun auf 217 Millionen Euro nach 259 Millionen Euro im ersten Quartal 2017. Unter dem Strich stand Ende März ein Minus von 2,3 Millionen Euro. Das Vorjahresquartal hatte das Familienunternehmen noch mit einem Gewinn von 4,7 Millionen Euro abgeschlossen.

Für den nach Umsatz zweitgrößten Druckmaschinenbauer der Welt ist das nach Einschätzung des Vorstands kein Grund zur Sorge: Ausgelastete Werke, gut gefüllte Auftragsbücher und neue Produkte auf der Zielgeraden – das Unternehmen sieht sich auf Kurs. Ziel ist ein Umsatzplus von mindestens vier Prozent zum Jahresende. «Die im zweiten Halbjahr deutlich zunehmende Umsatzdynamik wird zusammen mit den weiteren Fortschritten bei den Kostensenkungsprojekten im Wertpapierdruck, Einkauf und in der Produktion die Ertragslage im Konzern signifikant verbessern», sagte Finanzvorstand Mathias Dähn.

Koenig & Bauer stellt unter anderem Maschinen zum digitalen und analogen Bedrucken von Kartons, Glasflaschen, Blechdosen sowie zum Drucken von Banknoten und Wertpapieren her. Der Verpackungsdruck ist das wichtigste Standbein des Unternehmens. Fast die Hälfte des Umsatzes macht es mittlerweile damit. Bei den Franken arbeiteten zuletzt gut 5600 Menschen weltweit. Das waren fast 300 mehr als im Vorjahreszeitraum.