Blick auf die Zentrale von Knorr-Bremse in München., © picture alliance/dpa/Archivbild

Knorr-Bremse wird wegen anhaltender Probleme vorsichtiger

Der Lkw- und Zugzulieferer Knorr-Bremse blickt wegen Russland und China zurückhaltender auf die Gewinnentwicklung im Gesamtjahr. Die operative Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) werde bei 10,5 bis 12,0 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in München mit. Bisher hatte das Unternehmen mit 12,5 bis 14,0 Prozent gerechnet. Der Umsatz soll 6,9 bis 7,2 Milliarden Euro erreichen. Damit wurde das untere Ende der Spanne um 100 Millionen Euro angehoben.

Während die negativen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Rückzug aus dem Russlandgeschäft vom Vorstand erwartet wurden, überraschte die Hartnäckigkeit der Probleme in China. Dort dünnten im Zuge der Corona-Pandemie Bahnbetreiber ihre Flotten aus, hieß es in der Mitteilung weiter. Zudem werde wegen der deutlich geringeren Zugauslastung weniger in neue Schienenfahrzeuge investiert. Hinzu komme eine allgemeine Abkühlung des Lkw-Marktes in China. Knorr-Bremse rechnet nicht, wie ursprünglich angenommen, mit einer kurzfristigen deutlichen Erholung in beiden Bereichen.

Im zweiten Quartal lag der Umsatz vorläufigen Berechnungen zufolge bei 1,73 Milliarden Euro. Die operative Ebit-Marge betrug 10,5 Prozent.