Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern., © Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa/Archivbild

Knobloch: Letzte Ehre für Benedikt als Ausdruck der Achtung

Die Reise nach Rom zur Trauerfeier für den gestorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. ist für Charlotte Knobloch «eine Frage des Respekts». «Als die Staatskanzlei mich gebeten hat, den Ministerpräsidenten als Teil der Delegation nach Rom zu begleiten, habe ich sofort zugesagt», sagte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern anlässlich der Reise mit einer Delegation von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstagmorgen zur Trauerfeier auf dem Petersplatz.

«Ich habe das zum einen aus Respekt vor meiner bayerischen Heimat getan, der Benedikt XVI. durch Geburt und Hingabe zeitlebens verbunden war. Aber auch als Ausdruck der Achtung vor dem Verstorbenen», sagte die frühere Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland. Benedikt XVI. habe hat sich als Brückenbauer zur jüdischen Gemeinschaft verstanden und sei innerhalb der Kirche über Jahrzehnte aktiv für diesen Austausch eingetreten. «Es gab dabei auch Enttäuschungen, wir waren beileibe nicht in allem einer Meinung. Trotzdem: Für mich ist es eine Frage des Respekts, ihm in Rom die letzte Ehre zu erweisen.»