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Bayern soll eigenen Antisemitismusbeauftragten bekommen

München (dpa/lby) – Wie in der Bundesregierung wird es auch in Bayern bald einen Antisemitismusbeauftragten geben. In der Staatskanzlei laufen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits die erste Gespräche. «In naher Zukunft» könne mit einer Verkündung gerechnet werden, zuvor müsse der Posten aber vom Kabinett beschlossen werden.

Die Staatskanzlei wollte dies am Montag nicht kommentieren. Unklar ist auch noch, wer aus der Landtagsfraktion den Posten bekommen soll. Erst vor wenigen Wochen hatte das Kabinett zahlreiche neue Beauftragte der Staatsregierung ernannt, unter anderem für Ehrenamt, Integration und Bürokratieabbau.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hatte in einem Interview der Münchner «Abendzeitung» erklärt, dass ihr entsprechende Pläne bekannt seien, jedoch ebenfalls keinen Namen genannt. Wie im Bund müsse der Antisemitismusbeauftragte auch in Bayern dafür sorgen, dass antisemitische, antiisraelische oder antizionistische Vorfälle wie kürzlich bei der Verleihung des Musikpreises Echo «nicht stattfinden oder sofort sanktioniert werden», betonte Knobloch.