Nachrichten – Radio Bamberg https://www.radio-bamberg.de Mein Zuhause. Meine Hits. Tue, 14 Jul 2026 04:07:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Hitze und Gewitter – mancherorts Unwettergefahr https://www.radio-bamberg.de/hitze-und-gewitter-mancherorts-unwettergefahr-2317893/ Tue, 14 Jul 2026 04:07:12 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380779 Die Hitze hat Bayern weiter im Griff – mancherorts drohen am Dienstag aber auch Gewitter, teilweise mit Starkregen, Sturm und Hagel.

In Südbayern gibt es am Dienstag teils Sonne, teils auch dichtere Wolken, bei Höchstwerten von 27 bis 30 Grad. Schon in der Früh und am Vormittag kommen aber von Westen im Alpenvorland und an den Alpen einzelne teils kräftige Gewitter auf. Am Nachmittag nimmt das Gewitter- und Unwetterrisiko laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nochmals zu. Dann drohen Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen, vereinzelt auch orkanartige Böen. Erst in der Nach zum Mittwoch sollen die Gewitter langsam nachlassen.

Im Norden gibt es am Dienstag Sonne und Wolken und anfangs im Nordosten vereinzelt Schauer, bei Höchstwerten zwischen 26 und 33 Grad. Ab Mittag steigt das Gewitterrisiko dann auch hier an, teils mit Unwettergefahr. Dann drohen Starkregen, stürmische Sturmböen und Hagel – vereinzelt auch orkanartige Böen um 110 km/h.

Erst in der Nach zum Mittwoch sollen die Gewitter langsam nachlassen und abziehen. Am Mittwoch soll das Wetter dann insgesamt weniger turbulent sein.

Quelle: dpa

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A70: Sperrung der Anschlussstelle Roßdorf am Berg https://www.radio-bamberg.de/a70-sperrung-der-anschlussstelle-rossdorf-am-berg-2317848/ Tue, 14 Jul 2026 03:51:45 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2317848 Achtung Autofahrer: Ab heute 7 Uhr, ist die Anschlussstelle Roßdorf am Berg an der A70 in Fahrtrichtung Bayreuth wegen Fahrbahnsanierungen gesperrt. Betroffen sind die Aus- und Auffahrt. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis Dienstagabend, 15. Juli, 20 Uhr. Der Verkehr wird über die Anschlussstelle Stadelhofen umgeleitet.

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Ermittler finden schwere Mängel nach Feuer in Bangkok https://www.radio-bamberg.de/ermittler-finden-schwere-maengel-nach-feuer-in-bangkok-2317845/ Tue, 14 Jul 2026 03:45:00 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380720 Blockierte Fluchtwege, fehlender Brandschutz und möglicherweise unerlaubte Umbauten: Nach dem verheerenden Feuer mit Dutzenden Toten in einem Lokal in Bangkok haben Ermittler zahlreiche mögliche Sicherheitsmängel festgestellt. Derweil ist die Zahl der Toten nach Angaben der Zeitung «Bangkok Post» auf 32 gestiegen. Andere thailändische Medien sprachen unter Berufung auf die Behörden von 30 Toten. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, rund 20 davon schwer. 

Nach Angaben des thailändischen Innenministeriums war ein Fluchtweg an der Rückseite des Lokals durch einen Süßwarenstand blockiert. Ein weiterer Notausgang war zudem mit einem Schild «Nicht öffnen (nur für Personal)» gekennzeichnet, was flüchtende Gäste offenbar zusätzlich verwirrte.

Kurzschluss als Auslöser?

Das Feuer war am späten Sonntagabend plötzlich ausgebrochen, als gerade eine Live-Band in dem Pub Rong Beer Na Ladprao spielte. Zahlreiche Gäste flüchteten daraufhin fatalerweise in den hinteren Teil des Gebäudes, in die Nähe der Toiletten – fanden dort aber kein Entkommen. Das Lokal liegt im Stadtteil Chatuchak, den auch viele Thailand-Touristen wegen seines bekannten Wochenendmarktes besuchen. 

Nach ersten Erkenntnissen könnte das Feuer durch einen Kurzschluss an einer Klimaanlage über der Decke ausgelöst worden sein. Bestätigt ist die Brandursache jedoch noch nicht. Die Flammen breiteten sich nach Behördenangaben rasch aus, weil im Gebäude und bei der Inneneinrichtung keine feuerhemmenden Materialien verwendet worden seien.

Nach Angaben der Polizei verfügte das Lokal zwar über zwei Eingänge an der Vorderseite und zwei Ausgänge im hinteren Bereich. Einer der Ausgänge sei jedoch durch einen Verkaufsstand versperrt gewesen. Ein weiterer habe keinen Türgriff gehabt und sei zusätzlich durch Regale blockiert worden, so dass nur ein schmaler Durchgang geblieben sei, zitierte die «Bangkok Post» Polizeichef Kittharath Punpetch. Die Ermittler vermuten, dass dichter Rauch und der Stromausfall den Menschen die Orientierung nahmen.

Wurden Ausgänge vorsätzlich verschlossen?

Die Polizei untersucht zudem Berichte, wonach Mitarbeiter Ausgänge verschlossen haben sollen, um zu verhindern, dass Gäste das Lokal verlassen, ohne ihre Rechnung zu bezahlen. Dafür gibt es bislang jedoch keine Bestätigung.

Die Behörden prüfen außerdem, ob das Lokal überhaupt rechtmäßig als Vergnügungsstätte betrieben wurde. Nach ersten Erkenntnissen lag lediglich eine Genehmigung als Restaurant mit Live-Musik vor. Zudem untersuchen die Ermittler, ob unerlaubte Umbauten vorgenommen wurden und ob Versäumnisse bei Genehmigungen oder Kontrollen zu der Katastrophe beigetragen haben.

Quelle: dpa

 

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Spielplatz wieder frei! Oberer Spielplatz im Kellerwald wieder betretbar https://www.radio-bamberg.de/spielplatz-wieder-frei-oberer-spielplatz-im-kellerwald-wieder-betretbar-2317224/ Tue, 14 Jul 2026 03:01:33 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2317224 Eine gute Nachricht gibt es kurz vor dem Annafest in der Stadt Forchheim: Bürgermeister Udo Schönfelder gibt bekannt, dass der lange gesperrte obere Spielplatz im Kellerwald (oberhalb vom Glockenkeller) wieder freigegeben ist.

Die LGA (Landesgewerbeanstalt) ist in ihrem jüngsten Prüfbericht zu dem Ergebnis gekommen, dass die größere der beiden Absperrungen am oberen Kinderspielplatz (Oberhalb des Glockenkeller) zurückgebaut werden kann. Ermittelt wurde, dass an der betreffenden Stelle die darunterliegenden Kellerstollen mit über drei Meter dickem Festgestein überdeckt sind. Großflächige Firstausbrüche oder Verbrüche innerhalb der Keller sind nicht vorhanden. Deshalb wird die Absperrung nicht mehr benötigt.

Die dort vorhandenen Spielgeräte wurden heute noch einmal gründlich vom städtischen Gartenamt auf ihre Sicherheit geprüft. In den kommenden Tagen wird der Boden noch von Blättern gereinigt und mit Rindenmulch bedeckt.

Der untere Teil des Spielplatzes muss noch weiter gesperrt bleiben.

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Das war die WM-Nacht: Halbfinal-Vorfreude und ein Waschbär https://www.radio-bamberg.de/das-war-die-wm-nacht-halbfinal-vorfreude-und-ein-waschbaer-2317764/ Tue, 14 Jul 2026 03:00:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380612 Bei der Fußball-WM wächst die Anspannung vor dem ersten Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien. Trotz der Offensivmacht seines Teams schiebt Frankreichs Trainer Didier Deschamps die Favoritenrolle für das heutige Duell (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Arlington dem europäischen Rivalen zu. Die Spanier hoffen auf die erste große WM-Gala von ihrem Topstar Lamine Yamal. 

In Norwegen ist das ausgeschiedene Team begeistert empfangen worden – Superstar Erling Haaland überraschte dabei mit einem besonderen Souvenir. Das Wichtigste der WM-Nacht im Überblick: 

Spanien vertraut auf Yamal

Geht es nach Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente, kommt das beste WM-Spiel von Lamine Yamal erst noch. «Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren», sagte der 65-Jährige. 

Yamal war zwar schon mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt worden, steht aber nach sechs Spielen bei nur einem Treffer und keiner Vorlage bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Der Jungstar, der am Tag vor dem Halbfinale seinen 19. Geburtstag feierte, stört sich nicht an seiner niedrigen Torausbeute. «Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht», betonte der Flügelspieler des FC Barcelona.

Deschamps sieht Spanien als «Favorit»

Frankreichs Fußball-Nationaltrainer Didier Deschamps schiebt die Favoritenrolle vor dem WM-Halbfinal-Kracher gegen Spanien munter dem Gegner zu. «Ja, das bestätige ich», sagte er bei der Presskonferenz auf die Frage, ob er bei seiner Meinung bleibe, dass Spanien der große Titelfavorit sei.

Deschamps hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. «Spanien ist der Favorit», sagte er vor der Partie nun erneut. «Sie haben nur ein Tor kassiert in den letzten sechs oder sieben Spielen.» Es könne ein «spektakuläres Spiel werden mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive», meinte er.

Empfang für Norwegens Team – Haaland mit Waschbär-Souvenir

Das norwegische Team ist nach dem Viertelfinal-Aus gegen England begeistert in der Heimat empfangen worden, Stürmerstar Haaland präsentierte dabei ein Faible für ausgefallene Souvenirs. Der 25-Jährige stieg mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. «Er ist mir nach Hause gefolgt», schrieb Haaland auf Instagram. In der Hand hält der Waschbär eine Glasflasche.

Vom Flughafen Gardermoen ging es zum Osloer Schloss, wo die Mannschaft von König Harald, Prinz Haakon und anderen Mitgliedern der Königsfamilie empfangen wurde. «Er hat uns zu Hause willkommen geheißen und uns zu unserer Leistung gratuliert», sagte Kapitän Martin Ödegaard über die Begegnung mit dem 89 Jahre alten König.

Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern. Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Haaland war da nicht mehr dabei, weil er schon auf der Weiterreise in den Urlaub war.

Quelle: dpa

 

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Rätsel um verhüllte Kellnerinnen am Paulaner-Turm https://www.radio-bamberg.de/raetsel-um-verhuellte-kellnerinnen-am-paulaner-turm-2317743/ Tue, 14 Jul 2026 02:30:10 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380562 Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht – aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Laut einem Bericht der Mediengruppe «Münchner Merkur/tz» soll ein Urheberrechtsstreit der Grund sein. Paulaner kommentiert das nicht – sondern antwortet auf Anfrage lediglich: In diesem Jahr bekomme das Paulaner-Festzelt einen neuen Anstrich, der auch den Biergarten beinhalte, um neue Ausgabemöglichkeiten für Essen und Getränke zu schaffen. «Pläne, den Turm neu zu bemalen, gibt es schon länger. Nach den Verzögerungen der letzten Wochen wird dieser jetzt im Stehen gestrichen. Dem haben wir derzeit nichts hinzuzufügen», teilte ein Sprecher mit. 

Das Brauerei-Zelt, das dieses Jahr der Wirt Lorenz Stiftl übernimmt, ist betroffen von einer Klage des Wirtes Alexander Egger. Er lässt für das Paulaner- und das Schottenhamel-Zelt gerichtlich prüfen, ob die Zelte nach europäischem Vergaberecht zugeteilt werden müssten. Zeitweise war im Zuge des Streits unklar, ob der Aufbau der Zelte rechtzeitig beginnen könnte. Inzwischen läuft alles planmäßig. Das Oktoberfest dauert vom 19. September bis 4. Oktober.

Urheberrechtsstreit am Bräustüberl

Um Werke von Kneiß geht es auch am Bräustüberl Tegernsee. Kneiß hatte im Inneren der Gaststätte das Bild eines Mannes an die Wand gemalt, der nach seinem Hund sucht – der wiederum unter seinem dicken Bauch sitzt. Das Bild ziert auch diverse Artikel im Bräustüberl-Shop wie Brotzeitbrettl, Bierdeckel und Anstecker. Eine Nachfahrin von Kneiß habe deshalb wegen Urheberrechtsverstößen vor dem Landgericht München I geklagt, sagte der Anwalt Moritz-Melchior Bloser als Vertreter des Bräustüberl-Wirts. «Wir hatten versucht, uns mit der Nachfahrin zu einigen» – das habe aber nicht zum Erfolg geführt. Auch darüber hatte die Mediengruppe «Münchner Merkur/tz» berichtet. 

Kneiß starb 1956. Die Schutzfrist im Urheberrecht gilt bis 70 Jahren nach dem Tod und endet somit zum 1. Januar 2027. Warum sich die Nachfahrin erst jetzt meldete, blieb offen.

Quelle: dpa

 

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Invasive Ameise breitet sich in Bayern aus https://www.radio-bamberg.de/invasive-ameise-breitet-sich-in-bayern-aus-2317716/ Tue, 14 Jul 2026 02:30:06 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380552 Diese tiefschwarzen und flinken Krabbler machen sich seit einiger Zeit in Franken unbeliebt: Ameisen der als invasiv geltenden Art Tapinoma magnum – auf Deutsch: Große Drüsenameise. Die Tiere können Superkolonien bilden und erhebliche Schäden anrichten. Für Bayern liegen Nachweise aus Aschaffenburg, Hösbach und Nürnberg vor. Wie gehen Kommunen und Bürger mit der eigentlich aus dem Mittelmeerraum stammenden Ameisenart um? Und welche Rolle spielt dabei heißes Wasser?

Die Tapinoma magnum besiedelt bislang meist stark menschlich geprägte Lebensräume, wie ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt (LfU) erläutert. Dazu zählten wärmebegünstigte Siedlungsbereiche, Weg- und Straßenränder, Friedhöfe, Parkplätze und Parks. Dass die Ameise oft in räumlicher Nähe zu Gartencentern, Baumschulen und Industriegebieten gefunden wird, ist kein Zufall: Sie werde vor allem über den Import von Pflanzen eingeschleppt und dann über den Transport von Erde verschleppt.

Das Tier breitet sich bundesweit aus. Besonders betroffen sind Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg. In Kehl am Rhein beispielsweise war 2025 ein Kinderspielplatz wegen der Ameisenplage geschlossen und es kam zu Strom- und Internetausfällen.

Erste Nachweise im Freistaat

2024 gab es auch Nachweise in Bayern. Auf einem Friedhof in Markt Hösbach (Landkreis Aschaffenburg) sowie in Nürnberg etwa im Bereich des im Bau befindlichen, neuen Campus der Technischen Universität wurde die Ameise damals festgestellt, wie es vom LfU heißt.

In Hösbach blieb die Verwaltung zunächst gelassen: «Aufgrund der Tatsache, dass wir eine pestizidfreie Kommune sind und Ameisen grundsätzlich überall vorkommen, haben wir zunächst nicht weiter reagiert», berichtet eine Sprecherin. Als das Ausmaß 2025 größer geworden sei, habe der Bauhof einen Schädlingsbekämpfer kontaktiert. Der habe den Verdacht gehabt, dass es sich um die Große Drüsenameise handeln könnte, und das habe sich dann bestätigt.

Auf dem Friedhof unterhöhlte die Ameise mit ihren Gängen demnach eine Natursteinmauer. Auch Gräber seien betroffen. Jedoch sei noch kein Grabstein umgekippt. Das wäre der «worst case», sagt die Sprecherin. Inzwischen gebe es auch Rückmeldungen von Privatleuten zu Befall mit der Ameise. Bei einem Haus sei sie beispielsweise in den Keller eingedrungen und habe dann Schäden in der Wohnung verursacht.

Wie kann die Ameisenart eingedämmt werden?

Um die Ausbreitung einzudämmen, setze der Bauhof Hösbach heißes Wasser ein, dafür sei ein Heißwassergerät angeschafft und das Personal geschult worden. Vom Einsatz von Insektiziden durch Privatleute raten Experten ab. Sie könnten das Grundwasser verunreinigen, zahlreiche nützliche Ameisen- und andere Insektenarten schädigen sowie in Innenräumen die Gesundheit gefährden. Chemische Methoden sollten insofern von lizenzierten Firmen für Schädlingsbekämpfung angewendet werden, so das LfU. 

In Nürnberg sei die Tapinoma magnum 2024 auf privaten Grundstücken im Nürnberger Süden festgestellt worden, teilte eine Sprecherin mit. 2025 habe es keine weiteren Meldungen gegeben, heuer jedoch erneut, und zwar in einem privaten Garten. Insgesamt seien bisher vermutlich in erster Linie Schäden am Ökosystem entstanden, so die Sprecherin. «Die Art verdrängt in dem von ihr besiedelten Gebiet großflächig andere Insekten.»

Bessere Vernetzung von Kommunen und Privatpersonen

Seit vergangenem Sommer steht fest: Auch in Aschaffenburg ist die Große Drüsenameise angekommen. Bereits im Frühjahr hätten Anwohner des Stadtteils Leider die Befürchtung geäußert, dass es sich um die invasive Ameisenart handeln könnte, teilte eine Sprecherin der Stadtverwaltung mit. Dies sei wenig später nach einer Überprüfung bestätigt worden, und zwar auch für drei weitere Stadtteile, nämlich Damm, Nilkheim und Österreicher Kolonie.

Die Stadt habe daraufhin eine Arbeitsgruppe gegründet, die im September erstmals tagte und ein ämterübergreifendes Vorgehen abstimmen sollte. Erste Bekämpfungsmaßnahmen seien jedoch wenig erfolgreich gewesen, teilte die Sprecherin weiter mit. Inzwischen sei eine Fachfirma aus Darmstadt mit der Bekämpfung beauftragt. 

Jedoch, so sagt die Sprecherin, sei eine erfolgreiche Eindämmung der Großen Drüsenameise nur durch ein koordiniertes Vorgehen auf öffentlichen und privaten Flächen möglich. Deshalb würden Grundstückseigentümer, bei denen die Fachfirma aufgrund der Beobachtungen im öffentlichen Raum einen Befall vermuten, informiert und gebeten, eigene Maßnahmen durchzuführen.

Heimische Pflanzenarten nutzen

Damit die Große Drüsenameise gar nicht erst bekämpft werden müsse, empfiehlt das LfU, heimische Pflanzenarten im Gartenbau zu nutzen. Das senke das Risiko, invasive Arten einzuschleppen und stärke den Erhalt der heimischen Biodiversität. Bei Bauarbeiten in Befallsgebieten bestehe zudem die Gefahr, dass die Ameisenart durch Erdtransporte in andere Gebiete verbreitet werde.

Die Tapinoma magnum ist den Angaben nach meist zwei bis vier Millimeter groß und sondert bei Bedrohung einen intensiven Duftstoff ab. Typisch für diese Art sind breite Ameisenstraßen und auffällige Sand- oder Erdhügel um die Nesteingänge. Wird ein Nest gestört, erscheinen schlagartig Hunderte Tiere.

Quelle: dpa

 

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Gaby Köster vermisst das Fernsehen https://www.radio-bamberg.de/gaby-koester-vermisst-das-fernsehen-2317701/ Tue, 14 Jul 2026 02:15:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380518 Gaby Köster fehlt das Fernsehen. «Also finanziell muss ich sagen: Ja, ich vermisse das Fernsehen. Ich habe auch wirklich Panik, wie es weitergeht», sagte sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. Im Jahr 2008 beendete ein Schlaganfall die erfolgreiche Karriere der Schauspielerin und Komikerin jäh. Heute ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen. 

«Ich hab‘ Pflegestufe zwei und kann mir selber nichts kochen, zum Beispiel. Aber wenn ich der Krankenkasse sage, ich brauche eine höhere, heißt es, ich sei nicht dement genug und der Schlaganfall auch schon lange her. Ich wiege noch 58 Kilo bei 1,76 und das ist alles nicht lustig», sagte die Kölnerin der dpa. 

«Ich habe eine Reinigungsfrau und jemand, der für mich einkaufen geht, und habe eine unfassbar liebenswerte Nachbarin, die sich auch ein bisschen um mich kümmert. Wenn es das alles nicht gäbe, würde ich jetzt hier nicht sitzen, sondern wahrscheinlich in einer Urne.»

Von der Politik fühle sie sich im Stich gelassen. «Ich habe in meinem Leben ich weiß nicht wie viel an Steuern bezahlt. Und so kann man nicht mit Menschen umgehen.»

Köster: Jeder Politiker sollte eine Pflegeschicht machen

«Ich wünsche mir, dass alle Politiker mindestens mal eine Schicht von den Pflegekräften machen. Und dann sollen sie mal das Maul aufmachen. Applaus für Pflegepersonal reicht nicht, da können die weder Miete von zahlen noch sich ernähren oder ihre Kinder anständig beaufsichtigen.» Die Menschen in Pflegeheimen hätten alle lange für dieses Land gearbeitet und wie sie jetzt behandelt würden, das gehe nicht.

Was sie sich auch noch wünscht: «80 Prozent aller Menschen, die in Pflegeheimen und Krankenhäusern arbeiten, sind Ausländer. Und ich freue mich auf den Tag, wenn ein AfDler irgendwo rumliegt und dann auf eine Brasilianerin angewiesen ist, die ihm hoffentlich den Arsch mit Schmirgelpapier abwischt.»

Kinofilm «Was haben wir gelacht»

Köster ist von diesem Donnerstag an in dem Dokumentarfilm «Was haben wir gelacht» im Kino zu sehen, der sich mit dem Frauenbild in deutschen Fernsehshows der 1990er und frühen 2000er Jahre auseinandersetzt. Die Komikerin galt damals als Pionierin, war zum Beispiel meist die einzige Frau in der RTL-Show «7 Tage – 7 Köpfe».

«Die Kollegen von „7 Tage, 7 Köpfe“ waren total süß zu mir hinter der Bühne, weil ich da eben auch Angst hatte. Und die haben mich dann gedrückt und so. Und die haben gesagt: Die tun dir da draußen nichts, mach einfach und fertig», sagte die 64-Jährige. «Das war superklasse und dass das Machos waren, das war mir ja egal. Ich hatte meine Ausbildung in der Kneipe gemacht und da ist das an der Tagesordnung.»

Arbeit in der Kneipe «beste Schule fürs Fernsehen»

Rückblickend habe die Arbeit in der Kneipe sie perfekt auf das Fernsehen vorbereitet: «Da erlebt man auch sehr viel Elend und hat auch gerade mit solchen Dingen zu tun, mit Popoklatschern und so. Bei mir war das so ein Automatismus, ich habe mich dann direkt rumgedreht und die Hand weggeschlagen. Dat war die beste Schule fürs Fernsehen.»

Inzwischen wisse sie, dass das, was sie als eine der damals wenigen Frauen im deutschen Humorfach getan habe, auch eine gesellschaftliche Bedeutung hat: «Je älter ich wurde, desto mehr habe ich gemerkt, dass es schon politisch ist, was ich tue. Ich arbeite nicht im Büro und habe die Möglichkeit, Dinge zu sagen, die andere Menschen nicht sagen können aufgrund ihrer Arbeit oder whatever. Ich bin jetzt 64 und jetzt hau‘ ich raus.»

Quelle: dpa

 

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Warum in Pakistan Morde an Frauen kaum verfolgt werden https://www.radio-bamberg.de/warum-in-pakistan-morde-an-frauen-kaum-verfolgt-werden-2317668/ Tue, 14 Jul 2026 02:00:21 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380427 Es ist eine traurige Statistik: Mindestens 470 ermordete Frauen zählten Menschenrechtler in Pakistan im Jahr 2025 – getötet von ihren Vätern, Brüdern oder Söhnen. Die Fälle werden in einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Human Rights Commission Pakistan wie in anderen Berichten im Land auch als «Ehrenmorde», also Morde vermeintlich im Namen der Ehre, ausgewiesen. Dagegen regt sich Widerstand.

«Es ist keine Frage der Ehre», sagt Samar Minallah, «es handelt sich um vorsätzlichen, kaltblütigen Mord, der vom Wunsch nach Kontrolle und Besitz getrieben ist». Die pakistanische Anthropologin fordert, den Begriff der «Ehre» für solche Statistiken zu streichen. In Seminaren für Polizeianwärter schult sie deren Blick für die grassierende Gewalt gegen Frauen.

Vor bald zehn Jahren, am 15. Juli 2016, erregte der Mord an der Influencerin Qandeel Baloch viel Aufsehen in Pakistan. Ihr Bruder hatte gestanden, Baloch aus Wut wegen angeblich unzüchtiger Videos getötet zu haben. Ein Gericht hob seine Verurteilung später auf, nachdem die Eltern den Sohn unter einer umstrittenen Klausel begnadigt hatten. 

UN: Jeden Tag 137 Frauen und Mädchen getötet

Immer häufiger setzt sich der Begriff Femizid für die Gewaltverbrechen durch. Femizid bedeutet, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden – also weil sie Frauen sind. Als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner. 

Auch die Frauenorganisation der Vereinten Nationen nutzt die Bezeichnung. In zuletzt erhobenen Zahlen heißt es, dass weltweit täglich 137 Frauen von Angehörigen ermordet werden.

Bei der Vorstellung der Statistik im vergangenen Jahr sagte die Politikchefin der Organisation UN-Women, Sarah Hendriks: «Femizide passieren nicht in Isolation. Sie sind oft Teil einer Kette von Gewalt, die mit kontrollierendem Verhalten, Drohungen und Belästigungen – auch im Internet – beginnen kann».

Junge Frau und 16 Monate altes Kind getötet

In Jabba im Norden Pakistans wurde Rabia Shah im vergangenen Jahr Opfer. «Ich habe alles hilflos mit angesehen», sagt ihre Schwiegermutter Nasreen Bibi. Onkels und Cousins von Shah seien bewaffnet in das gemeinsame Haus eingedrungen und hätten sich gegen die junge Frau gewandt. «Onkel, bitte töte mich nicht», habe die junge Frau noch geschrien, erzählt Bibi. Aber der Mann habe mehrfach auf Shah geschossen. Dann habe er seine Waffe auf die 16 Monate alte Tochter im Kinderwagen gerichtet und auch sie getötet.

Bei einem Besuch der Deutschen Presse-Agentur jetzt, ein Jahr nach der Tat, sitzt auch Witwer Umar Khan dabei. Ihn hatte Shah vor fünf Jahren ohne Zustimmung ihrer Familie geheiratet. Das Paar versteckte sich in der südpakistanischen Hafenmetropole Karachi, damals schon aus Angst, ihre Familie könne sie für die Heirat töten.

Dann ging Khan zum Arbeiten nach Saudi-Arabien und Shah entschied, ins Dorf zurückzukehren – in der Annahme, die Zeit habe den Zorn ihrer Familie gelindert. «Am Ende lag sie falsch», sagt Schwiegermutter Bibi und kämpft mit den Tränen. 

Kaum Verurteilungen bei Femiziden

«Ich versuche immer noch, für meine Kinder Gerechtigkeit zu bekommen – von Polizeistationen bis zu Gerichtssälen – aber ich bekomme keine Gewissheit», sagt Munawar Khan, der Vater des Witwers, der den Fall in Gerichtssäle trägt. Fünf Menschen seien festgenommen worden und hätten gestanden, Shah und ihr Baby getötet zu haben. Aber drei von ihnen seien gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden, sagt Khan.

Im jüngsten Bericht der Menschenrechtler der Human Rights Commission Pakistan werden nicht nur Morde vermeintlich im Namen der Ehre ausgewiesen, hinzu kommen für das vergangene Jahr 1.332 Morde im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt gegen Frauen und fast 3.000 Fälle von Körperverletzung.

«Wenn der Begriff ‚Ehre‘ benutzt wird, führt die Aufmerksamkeit weg von dem brutalen, kaltblütigen Femizid und hin zu der Frage, ob der Mord gerechtfertigt war. Diese Verschiebung ist gefährlich. Und die ist auch gewollt», sagt die Forscherin Minallah.

In Pakistan kommen die meisten Täter ungestraft davon. Für das erste Halbjahr 2025 zählte die Sustainable Social Development Organization lediglich zwei Verurteilungen in der Kategorie der sogenannten Ehrenmorde. 

«Vergebungsklausel» als Grund für fehlende Strafverfolgung

Grund ist neben einer überforderten Justiz auch die umstrittene islamische Rechtsnorm, die nach dem Mord Qandeel Balochs zu einem Freispruch führte. Die Klausel erlaubt es seit 1990 den Angehörigen eines Opfers, Täter zu begnadigen. In manchen Fällen können sogar die direkten Angehörigen der mutmaßlichen Täter diesen vergeben. Der Ansatz wird mit islamischer Rechtsauslegung gerechtfertigt.

Nach dem Fall Baloch sollte diese Möglichkeit für Femizide eigentlich ausgeschlossen werden. Aber Rechtsexperten sagen, es bestünden weiterhin Lücken, da etwa schwer abzugrenzen sei, ob ein Mord ein Femizid sei. Die Klausel müsse vollständig entfernt werden, um Mörder belangen zu können.

Die Anthropologin Samar Minallah stimmt zu. «Gesetze können als Rahmen dienen», sagt sie. «Aber die Lücken und tief verwurzelte kulturelle Denkmuster lassen die Gerechtigkeit immer wieder zusammenbrechen.»

Quelle: dpa

 

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Schlechte Noten für Rastplätze – vor allem wegen Toiletten https://www.radio-bamberg.de/schlechte-noten-fuer-rastplaetze-vor-allem-wegen-toiletten-2317647/ Tue, 14 Jul 2026 02:00:06 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260714-930-380403 Der ADAC kritisiert den schlechten Zustand vieler Rastplätze an deutschen Autobahnen. Bei einer aktuellen Stichprobe vergab der Verkehrsclub bei fast der Hälfte (46 Prozent) der 50 getesteten Anlagen die Note mangelhaft oder sehr mangelhaft, wie er mitteilte. Gut war nicht einmal jeder fünfte (18 Prozent), sehr gut kein einziger Rastplatz. Getestet wurden unbewirtschaftete Rastplätze – keine bewirtschafteten Raststätten oder Autobahn-Tankstellen. 

Vor allem die Toilettenanlagen zogen die Bewertung nach unten. Hier gab es in fast zwei Drittel der Fälle ein mangelhaft oder sehr mangelhaft. Teilweise waren laut ADAC die Toiletten gesperrt oder kein Toilettenpapier vorhanden, oft fehlten Seifenspender, Handtrockner funktionierten nicht, und vielfach ließ die Sauberkeit zu wünschen übrig.

«Auch der bauliche Zustand und die Ausstattung der barrierefreien Toiletten entsprechen oft nicht den Erwartungen», heißt es vom ADAC. «Damit erweisen sich die Sanitäranlagen als zentrale Schwachstelle unbewirtschafteter Rastplätze, sind aber gleichzeitig der häufigste Grund für deren Nutzung.»

Deutlich schlechter als beim letzten Test

Zudem sieht der ADAC eine klare Abwärtstendenz. Die jetzt getesteten Anlagen waren im Jahr 2022 schon einmal geprüft worden. Damals waren noch 40 Prozent gut bewertet worden. Zwei Drittel der Anlagen verschlechterten sich, nicht einmal jede zehnte konnte ihr Ergebnis verbessern.

Doch nicht überall schneiden die Anlagen schlecht ab: In der Kategorie Verkehr und Parken gibt es im Schnitt die Note gut. Die meisten Rastplätze seien verkehrssicher angelegt, es gebe aber Verbesserungsbedarf bei Stellplätzen für Autos mit Anhängern, Gespanne und Wohnmobile. 

Die Außenanlagen erreichten laut ADAC ein «mittleres Niveau». «Zwar sind die grundlegenden Einrichtungen vorhanden, es mangelt jedoch häufig an Aufenthaltsqualität», heißt es. «Spazierwege, Bewegungs- oder Spielflächen sowie ausreichender Lärmschutz fehlen auf vielen Anlagen. Nur zwei der 50 getesteten Rastplätze verfügen über einen Spielplatz und keine der getesteten Anlagen bietet eine Frischwasserversorgung für Wohnmobile.»

Defizite auch beim Sicherheitsgefühl

Eher schwach schnitten viele Rastplätze auch beim Thema persönliche Sicherheit ab. Unter anderem kritisiert der ADAC hier mangelnde Beleuchtung der Parkflächen, schlechte Einsehbarkeit der Toilettenhäuschen und teilweise fehlende Notrufeinrichtungen. 

Oft sind aber auch die Nutzer an Mängeln schuld. Auf fast allen Rastplätzen (96 Prozent) fanden die Tester unterschiedliche Formen von Vandalismus. Von Graffiti über zerstörtes Inventar bis hin zu Schildern, die so mit Aufklebern zugepflastert waren, dass man sie nicht mehr lesen konnte.

Quelle: dpa

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