Nachrichten – Radio Bamberg https://www.radio-bamberg.de Mein Zuhause. Meine Hits. Fri, 22 May 2026 15:48:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Skandal um Rosi? Streit um Musik bei Volksfest in Bayern https://www.radio-bamberg.de/skandal-um-rosi-streit-um-musik-bei-volksfest-in-bayern-2217765/ Fri, 22 May 2026 15:48:56 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-118187 Kurz nach dem Start eines großen Volksfestes in Bayern gibt es Streit um die Musikauswahl. Die Stadtverwaltung der Universitäts- und Technologiestadt Erlangen hat den Festwirten und Bands ein Schreiben mit der Bitte übermittelt, auf der Bergkirchweih auf das Abspielen sexistischer und frauenfeindlicher Lieder zu verzichten. Darunter ist auch der 45 Jahre alte Gassenhauer «Skandal im Sperrbezirk» der Spider Murphy Gang. 

Empfehlung gegen zwölf Titel 

Dem Schreiben liegt eine Liste mit insgesamt zwölf Titeln bei, bei denen die Stadtverwaltung Bedenken hat. Nicht gespielt werden sollten demnach unter anderem Lieder wie «Layla», «Joana», «Baby Bell» und gleich mehrere Mickie-Krause-Songs. 

Vorausgegangen war bereits 2021 ein Erlanger Stadtratsbeschluss, der sich vor allem auf das «Donaulied» bezogen hatte, in dessen Text Anspielungen auf eine mögliche Vergewaltigung gemacht werden. 2024 hat man sich mit Festwirten und Musikern zudem darauf geeinigt, das inzwischen häufig von Rechten gekaperte Lied «L’Amour Toujours» nicht mehr zu spielen. 

«Musikzensur» oder «Sensibilisierung»?

Der Verein zum Erhalt bayerischer Wirtshauskultur echauffiert sich über den aktuellen Brief. Dessen Leiter, der AfD-Landtagsabgeordnete Franz Bergmüller, sprach von einem «Liederverbot» und von «Musikzensur durch die Hintertür» der FDP-Landesvorsitzende Matthias Fischbach von «kuriosem Blacklisting».

Die Stadt Erlangen ihrerseits macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass es sich nicht um eine Verbotsliste handele. «Die Liste ist als Orientierung und Sensibilisierung gedacht. Unser gemeinsames Ziel mit Wirtinnen, Wirten und Schaustellerbetrieben ist ein friedliches und respektvolles Fest für alle», heißt es vom städtischen Liegenschaftsamt. 

Eines der größten Volksfeste Bayerns

Die Erlanger Bergkirchweih ist jedes Jahr zu Pfingsten eines der größten Volksfeste in Bayern. Sie ist besonders bei den vielen Erlanger Studierenden beliebt.

Die Frage, welche Lieder bei Volksfesten gespielt werden sollen, ist längst nicht nur in Erlangen zum Dauerthema geworden. Vor einiger Zeit hatte zum Beispiel auch die Stadt Würzburg für Aufsehen gesorgt, als sie sich wegen sexistischer Inhalte gegen das Abspielen von «Layla» ausgesprochen hatte.

Quelle: dpa

]]>
Protestaktion im Prämienzoff: Zverev hofft auf «fairen Weg» https://www.radio-bamberg.de/protestaktion-im-praemienzoff-zverev-hofft-auf-fairen-weg-2217756/ Fri, 22 May 2026 15:31:08 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-114096 Im Prämienstreit mit den Grand-Slam-Organisatoren haben die Tennisprofis um Alexander Zverev am Medientag der French Open ein Protestzeichen gesetzt. Die Spielerinnen und Spieler sprachen nur jeweils maximal 15 Minuten mit der Presse.

«Ich leite das Projekt zwar nicht, freue mich aber sehr, dabei zu sein», sagte Zverev: «Es muss Fairness gegenüber den Spielern herrschen – und zwar nicht nur gegenüber den Nummern eins, zwei und drei der Weltrangliste, sondern gegenüber allen.»

Aus dem Spielerkreis hatte es zuletzt sogar Drohungen gegeben, ein Grand-Slam-Turnier komplett zu boykottieren. Doch dazu kommt es bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris nicht. Stattdessen verkürzten die Profis ihre Zeit für Interviews. «15 Minuten sind besser als null», sagte die belarussische Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, die ihre Pressekonferenz vorzeitig beendete.

Man sei wegen der Protest-Geste «etwas betrübt», sagte Turnierdirektorin Amélie Mauresmo. Die Ex-Spielerin stellte klar: «Wir werden jetzt keine Änderungen vornehmen, wir werden aber Gespräche anstoßen. Das ist letztendlich der Wunsch aller Beteiligten.» 

Darum geht es in dem Zoff

Hintergrund des Streits ist, dass die Spielerinnen und Spieler den Anteil an den steigenden Einnahmen, der derzeit zwischen 12 und 16 Prozent liegt, als zu gering erachten. Sie verlangen 22 Prozent. Begründung: Vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe wäre damit enorm geholfen. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten. 

61,7 Millionen Euro werden bei den diesjährigen French Open ausgeschüttet, das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr und gar etwa 45 Prozent mehr als bei der Ausgabe 2019. Auch bei den drei anderen Grand-Slam-Turnieren in Melbourne, Wimbledon und New York steigen die Summen regelmäßig. Die Einnahmen bei den vier Major-Turnieren aber auch. «Wir reden nicht von Turnieren, die arm sind, die machen genug Geld», sagte Zverev. Er hoffe, dass ein «fairer Weg» gefunden werde, «ohne Streit oder irgendwelche Boykotts».

Becker auf Seite der Spieler

Boris Becker bezog klar Stellung. «Ich kann die Spieler verstehen, eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein», sagte der dreimalige Wimbledon-Gewinner in einer Eurosport-Medienrunde: «Ja verdammt nochmal, wenn ihr so viel Geld verdient, gebt es doch aus an Preisgeldern auch in den Anfangsrunden für Spieler, die das zum Überleben brauchen.» 

«Ich glaube, irgendwann werden wir das boykottieren», hatte Sabalenka vor einigen Tagen gesagt. Und auch Italiens Tennisstar Jannik Sinner zählt zu den Wortführern in diesem Konflikt. «Es geht mehr um den Respekt», erklärte der große Turnierfavorit für die French Open: «Ich denke, wir geben mehr als das, was wir zurückbekommen.»

Quelle: dpa

 

]]>
Cyberangriff auf Kliniken: Tausende Patientendaten geklaut https://www.radio-bamberg.de/cyberangriff-auf-kliniken-tausende-patientendaten-geklaut-2217729/ Fri, 22 May 2026 15:10:49 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-118007 Bei einem Cyberangriff auf einen externen Dienstleister zahlreicher Kliniken in Deutschland sind Zehntausende Patientendaten gestohlen worden. Betroffen waren etwa Kliniken in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Der attackierte Dienstleister drückte sein Bedauern aus. Man nehme den Vorfall sehr ernst und sei sich möglicher Auswirkungen auf Kunden und Patienten bewusst, teilte das Unternehmen Unimed mit Sitz in Wadern (Saarland) mit. Die Attacke fand demnach schon Mitte April statt. Kurz danach sei der Abrechnungsservice wieder uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen.

Man gehe davon aus, dass die Angreifer die komplette Verschlüsselung des Systems vorhatten. Das habe nicht verwirklicht werden können. Bevor die Angreifer abgewehrt werden konnten, seien die Daten jedoch abgeflossen. Betroffen sind Angaben eines Unimed-Sprechers zufolge ausschließlich Privatpatienten und Selbstzahler.

Fälle in mehreren Bundesländern bekannt

Bei dem Cyberangriff waren Daten Zehntausender Patientinnen und Patienten gestohlen worden. Allein die Uniklinik Köln gab an, dass 30.000 Menschen betroffen seien. Am Universitätsklinikum Düsseldorf war von mehr als 3.000 Fällen die Rede. In Baden-Württemberg erbeuteten die Diebe Daten von mehr als 72.000 Patienten der Universitätskliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen.

Das Universitätsklinikum des Saarlands meldete gut 1.200 Fälle. Die einzige Uniklinik von Rheinland-Pfalz, die Mainzer Universitätsmedizin, nannte die Zahl von maximal 2.764 betroffenen Patientinnen und Patienten mit privater (Zusatz-)Versicherung beziehungsweise als Selbstzahler.

«Da Gesundheitsdaten zu den sensibelsten Daten überhaupt gehören, ist der Cyberangriff auf den externen Dienstleister ein schwerwiegender Eingriff für die Betroffenen, den wir aufs Schärfste verurteilen», teilte die Unimedizin Mainz mit.

Der externe Dienstleister rechnet nach Auskunft der Krankenhäuser für zahlreiche Kliniken in Deutschland Leistungen bei Patientinnen und Patienten mit privater oder wahlärztlicher Leistung ab.

Quelle: dpa

]]>
Traditionsreiche Bavaria Film wird zweigeteilt https://www.radio-bamberg.de/traditionsreiche-bavaria-film-wird-zweigeteilt-2217687/ Fri, 22 May 2026 14:52:55 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-117920 Eine der ältesten deutschen Filmgesellschaften wird zweigeteilt: Die Bavaria Film im Münchner Vorort Grünwald wird in eine Produktionsfirma und eine Immobiliengesellschaft geteilt, für die auch externe Investoren gesucht werden sollen. Das sagte Geschäftsführer Christian Franckenstein der «Süddeutschen Zeitung». «Der eine Teil wird die gesamte Produktion umfassen, der andere Teil alle Immobilien und den operativen Studiobetrieb auf dem Gelände.»

Filme gedreht werden auf dem Gelände seit 1919, dem Gründungsjahr des Vorgängerunternehmens Münchner Lichtspielkunst. In den 1950er Jahren kam die Fernsehproduktion hinzu. Das Unternehmen hat sogar einen eigenen Platz: Die Adresse lautet Bavariafilmplatz 7 im Grünwalder Gemeindeteil Geiselgasteig. Nach Franckensteins Worten machte die Bavaria Film im vergangenen Jahr zwar 308 Millionen Euro Umsatz, doch am Ende blieb nur ein kleiner Nettogewinn von acht Millionen Euro. 

Gesellschafter der Bavaria Film sind die öffentlich-rechtlichen Sender BR, WDR, SWR und MDR sowie der Freistaat Bayern. Die Aufsichtsgremien haben der Aufspaltung nach Franckensteins Worten zugestimmt. «Das ist eine historische Zäsur», sagte der Geschäftsführer der «SZ». «Die Bavaria Film in ihrer bisherigen Aufstellung ist dann Geschichte.» 

Gelände soll Drehort für Film und Fernsehen bleiben

Das 28 Hektar große Gelände soll größtenteils als Medienstandort erhalten bleiben. Beliebt ist die Bavaria Filmstadt auf einem Teil des Geländes auch bei Besuchern, die Kulissen und Requisiten der Filmschlager vergangenen Jahre und Jahrzehnte besichtigen. Zu den beliebten Attraktionen zählt nach der U-Boot-Nachbau, in dem Regisseur Wolfgang Petersen 1981 Teile seines Klassikers «Das Boot» drehte.

Quelle: dpa

]]>
Rubio: Brauchen «Plan B» zur Öffnung der Straße von Hormus https://www.radio-bamberg.de/rubio-brauchen-plan-b-zur-oeffnung-der-strasse-von-hormus-2217675/ Fri, 22 May 2026 15:42:38 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-117891 US-Außenminister Marco Rubio hat beim Nato-Außenministertreffen in Schweden für einen «Plan B» zur Öffnung der Straße von Hormus geworben. Alle würden ein Abkommen mit dem Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio in Helsingborg. Falls sich der Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, und beschließe, sie zu kontrollieren und Mautgebühren für die Durchfahrt zu erheben, brauche man einen «Plan B». 

«Ich habe diesen Punkt heute angesprochen. Ich habe viel Zustimmung erhalten, (…) aber wir haben heute keine Ankündigung für Sie», fuhr Rubio fort.

Der US-Außenminister verwies darauf, dass ein internationales Bündnis unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet. Zugleich betonter er: «Aber wir brauchen einen Plan B für den Fall, dass jemand schießt – wie öffnet man dann die Meerenge wieder?» Er wisse nicht, ob das unbedingt eine Nato-Mission sein müsse, «aber es wären sicherlich Nato-Länder, die dazu beitragen können».

Rubio hob dabei hervor, dass die USA nicht auf Hilfe von Verbündeten angewiesen seien: «Die Vereinigten Staaten könnten es tun, aber es gibt Länder, die Interesse daran bekundet haben, möglicherweise an so etwas teilzunehmen, falls es tatsächlich so weit kommt.» Konkrete Länder nannte er dabei nicht. 

Die Öffnung der Straße von Hormus ist einer der zentralen Streitpunkte in den stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hatte die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen nach Beginn des Kriegs weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA reagierten darauf mit einer eigenen Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

Quelle: dpa

]]>
Stadt Bamberg fördert Bürgerprojekte mit 150.000 Euro https://www.radio-bamberg.de/stadt-bamberg-foerdert-buergerprojekte-mit-150-000-euro-2217651/ Fri, 22 May 2026 14:41:10 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2217651 Die Stadt Bamberg stellt auch dieses Jahr wieder 150.000 Euro für bürgerschaftliche Projekte bereit. Anträge können noch bis zum 7. Juni online eingereicht werden, so die Stadt aktuell. Gefördert werden Vorhaben aus den Bereichen Bildung und Betreuung, Zusammenhalt in der Stadt sowie Mobilität, Klima und Umwelt. Ziel ist es, das Miteinander in Bamberg zu stärken. Jedes Projekt kann bis zu 3.000 Euro erhalten. Über die Vergabe entscheidet im Herbst der Stadtrats-Fachsenat, der Umsetzungsstart ist für Oktober geplant.
Für Informationen und Antragstellung gibt es online unter Unterstützungsfonds Stadt Bamberg www.stadt.bamberg.de/unterstuetzungsfonds

]]>
116.000 Euro für Denkmalschutz in Stadt und Landkreis Bamberg https://www.radio-bamberg.de/116-000-euro-fuer-denkmalschutz-in-stadt-und-landkreis-bamberg-2217648/ Fri, 22 May 2026 14:28:49 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2217648 Die Bayerische Landesstiftung unterstützt mehrere Denkmalsanierungen in der Region Bamberg mit insgesamt rund 116.000 Euro. So die Mitteilung der CSU-Landtagsabgeordneten Melanie Huml und Holger Dremel. In der Stadt Bamberg gehen die größten Förderungen unter anderem an die Außensanierung eines Anwesens in der Herzog-Max-Straße sowie an das Pfarrhaus von „Unsere Liebe Frau“. Auch die Erlöserkirche und ein Gebäude am Mittleren Kaulberg erhalten Zuschüsse. Im Landkreis Bamberg werden ebenfalls mehrere Projekte gefördert – unter anderem in Hallstadt und Tütschengereuth. Insgesamt sollen so neun Denkmalvorhaben in der Region unterstützt werden.

]]>
Ex-Tagesvater gesteht schweren Missbrauch von Kita-Kindern https://www.radio-bamberg.de/ex-tagesvater-gesteht-schweren-missbrauch-von-kita-kindern-2217615/ Fri, 22 May 2026 14:16:55 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-117700 Weil er ihm anvertraute Kinder vielfach schwer sexuell missbraucht haben soll, steht ein früherer Tagesvater in Stuttgart vor Gericht. Die Anklage wirft dem 53-Jährigen unter anderem schweren Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sowie die Herstellung kinderpornografischer Inhalte vor. Der Mann räumte die Vorwürfe vor Gericht ein.

Der Angeklagte betrieb laut Staatsanwaltschaft bis zu seiner Festnahme im Oktober 2025 als Tagesvater eine Kindertagesstätte. Dort betreute er zum Schluss acht Kinder, um die er sich teils auch nachts und am Wochenende kümmerte. Mit einigen sei er auch in den Urlaub gefahren, sagte der Staatsanwalt bei Verlesung der Anklage im Landgericht.

Opfer waren zwischen 0 und 12 Jahre alt

Dem Mann wird vorgeworfen seit 2020 in zahlreichen Fällen sexuelle Handlungen an oder vor den von ihm betreuten Mädchen und Jungen vorgenommen zu haben. Auch soll er die Kinder aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an ihm zu vollziehen. Die Opfer des Mannes waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen 0 und 12 Jahre alt, aber überwiegend Kleinkinder. 

Zudem soll er nichts dagegen unternommen haben, dass sein Sohn die Kinder ebenfalls in mehreren Fällen missbraucht habe. Der Sohn wird laut Staatsanwaltschaft gesondert verfolgt. Auch soll der 53-Jährige Bilder und Videos, die Missbrauch von Kindern zeigen, erstellt, besessen und geteilt haben. Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann 45 Fälle vor.

Angeklagter räumt Vorwürfe ein

Die Vorwürfe räumte der Mann vor dem Landgericht vollumfänglich ein. «Alles, was mir vorgeworfen wird, stimmt», sagte der ehemalige Tagesvater. Das, was er den Kindern angetan habe, könne er nicht mehr gutmachen.

Die Ermittler waren dem Mann nach früheren Angaben mit Hilfe bayerischer Strafverfolgungsbehörden auf die Schliche gekommen – im Rahmen von Ermittlungen in einem sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk. Das sind Tauschbörsen für Missbrauchsdarstellungen von Kindern. 

Für das Verfahren hat das Gericht in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg insgesamt neun Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte demnach Mitte Juli fallen.

Quelle: dpa

]]>
Bergkirchweih: Streit um Musikauswahl https://www.radio-bamberg.de/bergkirchweih-streit-um-musikauswahl-2217606/ Fri, 22 May 2026 14:15:11 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-117674 Kaum ist die Bergkirchweih in Erlangen – eines der größten Volksfeste Nordbayerns – eröffnet, gibt es schon Streit um die Musikauswahl. Die Stadtverwaltung der Universitäts- und Technologiestadt im Norden Nürnbergs hatte den Festwirten und den Bands ein Schreiben übermittelt mit der Bitte, möglichst auf das Abspielen sexistischer und frauenfeindlicher Liedtexte zu verzichten – darunter auch der 45 Jahre alte Gassenhauer «Skandal im Sperrbezirk» der Spider Murphy Gang. 

Empfehlung gegen zwölf Titel 

Dem Schreiben liegt eine Liste mit zwölf Titeln bei, bei denen die Stadtverwaltung Bedenken hat. Vorausgegangen war bereits im Jahr 2021 ein Erlanger Stadtratsbeschluss, der sich vor allem auf das «Donaulied» bezogen hatte, in dessen Text Anspielungen auf eine mögliche Vergewaltigung gemacht werden.

Der Verein zum Erhalt bayerischer Wirtshauskultur, einst als Protestplattform gegen das Rauchverbot in Gaststätten gegründet und vom AfD-Landtagsabgeordneten Franz Bergmüller geleitet, echauffiert sich über den Brief. Bergmüller spricht von einem «Liederverbot» und von «Musikzensur durch die Hintertür». «Eine städtische Gleichstellungsstelle maßt sich an, Wirten vorzuschreiben, welche Lieder auf ihrem Volksfest gespielt werden dürfen und welche nicht», ereifert sich der AfD-Mann. 

Der FDP-Landesvorsitzende Matthias Fischbach schließt sich an. «Der eigentliche Skandal an dieser Liederliste ist, dass eine hochverschuldete Stadt mit Konsolidierungsauflagen offenbar noch Personalressourcen hat, um jahrzehntealtes Liedgut für ein kurioses Blacklisting zu scannen.»

Die Stadt Erlangen ihrerseits macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass es sich nicht um eine Verbotsliste handele. «Die Liste ist als Orientierung und Sensibilisierung gedacht. Unser gemeinsames Ziel mit Wirtinnen, Wirten und Schaustellerbetrieben ist ein friedliches und respektvolles Fest für alle», heißt es vom städtischen Liegenschaftsamt. 

Donaulied verpönt

Schon 2021 hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, eine Empfehlung gegen das «Donaulied» auszusprechen. 2024 hat man sich mit Festwirten und Musiken darauf geeinigt, das inzwischen häufig von Neonazis gekaperte Lied «L’Amour Toujours» nicht mehr zu spielen. 

Die Frage, welche Lieder bei Volksfesten gespielt werden sollen, ist inzwischen zum Dauerthema geworden. Vor einiger Zeit hatte die Stadt Würzburg für Aufsehen gesorgt, als sie sich wegen sexistischer Inhalte gegen das Abspielen des Liedes «Layla» ausgesprochen hatte. 

Hunderttausende kommen jedes Jahr 

Die Erlanger Bergkirchweih ist jedes Jahr zu Pfingsten eines der größten Volksfeste in Bayern und ist besonders bei den vielen Erlanger Studierenden ein beliebter Treffpunkt. Erstmals war sie 1755 ausgetragen worden. Jährlich pilgern Hunderttausende zu den Bierkellern am Burgberg der Stadt, um den herum eine ausgelassene Volksfestatmosphäre herrscht.

Quelle: dpa

]]>
Zweite Hantavirus-Kontaktperson zur Quarantäne daheim https://www.radio-bamberg.de/zweite-hantavirus-kontaktperson-zur-quarantaene-daheim-2217594/ Fri, 22 May 2026 14:40:07 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260522-930-117634 Auch die zweite der beiden Hantavirus-Kontaktpersonen vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» in Bayern darf ihre Quarantäne nun daheim statt im Krankenhaus verbringen. «Die Verlagerung erfolgte am Freitag aufgrund der fachlichen Einschätzung der Experten der München Klinik in Abstimmung mit Bayerns Task Force Infektiologie», teilten das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) und das Krankenhaus auf Anfrage mit. 

Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums soll es sich um eine 65-Jährige handeln, die in engem Kontakt mit der deutschen Frau stand, die an Bord des Schiffes gestorben war. Die bayerischen Behörden machten unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz keine näheren Angaben zu der Person.

Die Kontaktperson zeige weiterhin keine Symptome einer Hantavirus-Infektion und werde nun vom zuständigen Gesundheitsamt betreut. Für die häusliche Quarantäne hätten die Behörden «ein engmaschiges Betreuungsnetz» sichergestellt. 

Die Kontaktperson befand sich seit dem 13. Mai 2026 in der München Klinik Schwabing. Eine zweite Kontaktperson war bereits am 15. Mai in die häusliche Quarantäne gebracht worden. Sie zeige ebenfalls weiterhin keine Symptome. Details zu beiden Patienten nannten die Behörden mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz nicht.

RKI: Quarantäne daheim «grundsätzlich möglich»

Den Behörden zufolge sollen die beiden Kontaktpersonen in Quarantäne bleiben, bis die Inkubationszeit vorbei ist. Dieser Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt beim Hantavirus laut Experten in der Regel zwei Wochen. Er kann aber zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch eine Quarantäne zu Hause «grundsätzlich möglich» – die Entscheidung darüber soll unter Berücksichtigung der Gesamtumstände erfolgen.

Quelle: dpa

]]>