Nachrichten – Radio Bamberg https://www.radio-bamberg.de Mein Zuhause. Meine Hits. Tue, 07 Apr 2026 09:14:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Ohne Grund Notbremse in ICE gezogen – Etliche Züge verspätet https://www.radio-bamberg.de/ohne-grund-notbremse-in-ice-gezogen-etliche-zuege-verspaetet-2134635/ Tue, 07 Apr 2026 09:14:51 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260407-930-914073 Weil ein Fahrgast ohne Grund die Notbremse in einem ICE kurz vor dem Hauptbahnhof München gezogen hatte, ist es bei dutzenden Zügen zu Verspätungen gekommen. 98 Züge seien wegen des Zwischenfalls in der Nacht auf Montag zu spät gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zusammen kamen die Bahnen auf über 50 Stunden Verspätung. 

Der 56-Jährige habe nach der Betätigung der Notbremse die Türen mit der Notentriegelung geöffnet und sei über die Gleise gelaufen. Alle anderen Züge in dem Bereich seien deswegen von der Leitstelle zu einem Nothalt gezwungen worden, hieß es weiter. 

Nach gut einer Stunde wurde die Sperrung von der Bundespolizei wieder aufgehoben. Die Beamten hatten den psychisch auffälligen Mann in der Nähe des Stellwerks an der Hackerbrücke gefunden. Gegen ihn werde nun unter anderem wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen ermittelt.

Quelle: dpa

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Einschränkungen für Bahnkunden in der Region https://www.radio-bamberg.de/einschraenkungen-fuer-bahnkunden-in-der-region-2134584/ Tue, 07 Apr 2026 08:46:46 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2134584 Noch bis zum 16. April müssen sich Pendler und Bahnreisende auf Behinderungen im Bahnverkehr in der Region Bamberg-Forchheim einstellen. Auf mehreren Zuglinien kommt es zu Einschränkungen. Betroffen sind die Linien RE 54, RE 55 und RB 53 – hier fahren teilweise Busse statt Züge. Vor allem zwischen Bamberg und Schweinfurt ist mit Ersatzverkehr mit Bussen zu rechnen. Im Vorfeld empfiehlt die Deutsche Bahn nochmal die eigene aktuelle Verbindung zu checken – am besten online oder in der App DB Navigator.

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Kurzzeitige Instandsetzungsarbeiten zwischen Oberndorf und Sambach https://www.radio-bamberg.de/kurzzeitige-instandsetzungsarbeiten-zwischen-oberndorf-und-sambach-2134581/ Tue, 07 Apr 2026 08:42:41 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2134581 Das Staatliche Bauamt Bamberg führt kurzzeitige Instandsetzungsarbeiten an der Staatsstraße 2260 zwischen Oberndorf und Sambach durch. Es werden Straßenschäden repariert. Die Instandsetzungsmaßnahme ist von Montag, den 13.4. bis Mittwoch, den 15.4. geplant. Hierfür ist eine kurzzeitige Sperrung der Staatsstraße für drei Tage erforderlich.

Die Umleitung erfolgt über die Gemeindeverbbindungsstraßen zwischen Sambach, Weiher und Oberndorf und umgekehrt.

Das Staatliche Bauamt Bamberg bittet die Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit auf den Umleitungsstrecken.

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Polizeibericht 07.04.2026 https://www.radio-bamberg.de/polizeibericht-07-04-2026-2134569/ Tue, 07 Apr 2026 08:40:18 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2134569 Bamberg Stadt:

 

BAMBERG. Am Dienstagfrüh, gegen 05.15 Uhr, konnten Anwohner eines Mehrfamilienhauses Geräusche aus den Kellerabteilen wahrnehmen. Als ein Mieter dort nachschaute, musste er feststellen, dass sein Kellerabteil aufgebrochen worden war und daraus ein versperrtes schwarz/grünes Mountain-Bike der Marke Cube im Zeitwert von etwa 400 Euro gestohlen worden war. Der Geschädigte hat den Fahrraddieb vermutlich nur knapp verpasst. Täterhinweise nimmt die Polizei unter Tel.: 0951/9129-210 entgegen.

 

BAMBERG. In der Hornthalstraße wurde zwischen Sonntag- und Montagabend ein dort abgestellter grauer VW Polo am Heck angefahren. Obwohl an dem Fahrzeug Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro entstanden ist, machte sich der bislang noch unbekannte Unfallverursacher aus dem Staub, weshalb die Polizei unter Tel.: 0951/9129-210 Täterhinweise entgegennimmt.

 

BAMBERG. In der Feldkirchenstraße ist am Montagnachmittag die Windschutzscheibe eines dort geparkten grauen Skoda Fabia beschädigt worden, weshalb an dem Auto Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro entstanden ist. Täterhinweise nimmt die PI Bamberg-Stadt unter Tel.: 0951/9129-210 entgegen.

 

BAMBERG. Im Stadtteil Gaustadt, Am Werkkanal, wurde zwischen Samstag und Montag das Dach eines geparkten silberfarbenen Mitsubishi Colt beschädigt. Nach Spurenlage ist vermutlich ein Unbekannter über das Fahrzeug gelaufen und hat Sachschaden in Höhe von etwa 2000 Euro hinterlassen.  Täterhinweise nimmt die PI Bamberg-Stadt unter Tel.: 0951/9129-210 entgegen.

 

BAMBERG. Am Montagmittag stürzte in der Veit-Stoß-Straße ein 56-jähriger Fahrradfahrer ohne Fremdeinwirkung auf die Straße und war kurze Zeit bewußtlos. Die eintreffende Polizeistreife konnte bei dem Mann eine verwaschene Aussprache und Alkoholeinfluss feststellen, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde. Der Radler zog sich bei dem Sturz eine gebrochene Nase und Rippenprellungen zu.

 

 

 

Verkehrspolizei Bamberg:

 

Bamberg.   Am Samstagvormittag fiel einer Streife der Verkehrspolizei ein 43-jähriger Mann auf, welcher im Bamberger Norden mit einem E-Scooter auf dem Radweg entgegen der Fahrtrichtung fuhr. Bei der Verkehrskontrolle stellten die Beamten auch gleich Alkoholgeruch fest. Der Mann gab daraufhin an, er habe lediglich am Vorabend Alkohol getrunken. Es wären allerdings 6-7 Bier gewesen. Weiterhin sei er Dauerkonsument von Cannabisprodukten und hätte zuvor auch zwei Joints geraucht. Ein freiwilliger Alkoholtest ergab knapp unter 0,5 Promille, aber aufgrund des Mischkonsums mit Cannabis war eine Blutentnahme trotzdem unumgänglich. Seine Weiterfahrt musste ebenfalls unterbunden werden. Ihm droht nun ein Bußgeldverfahren mit einem Fahrverbot.

 

 

Eggolsheim.   Am Samstagabend war ein 54-jähriger Mann mit einem Hyundai auf der A73 in Richtung Nürnberg unterwegs. Auf Höhe Eggolsheim fuhr er auf dem linken Fahrstreifen, als unmittelbar vor ihm plötzlich ein anderes Auto vom rechten Fahrstreifen aus nach links wechselte. Dem Hyundai-Fahrer gelang es zwar, einen Zusammenstoß durch eine Vollbremsung zu verhindern, er verlor aber dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte mehrfach in die Außenschutzplanke. Der rechte Fahrstreifen wurde dabei auch über eine Länge von etwa 50 Metern verunreinigt. Leider wurde der Fahrer dabei schwer verletzt und musste mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Hyundai wurde stark beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Der Unfallverursacher fuhr ohne anzuhalten weiter und flüchtete von der Unfallstelle. Es soll sich um einen gelben bzw. weißen Kleinwagen handeln. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Bamberg, Tel. 0951/9129-510, zu melden.

 

 

 

Forchheim:

 

Forchheim. Im Zeitraum vom 23.03.2026 bis 06.04.2026 wurde in der Regnitzstraße das Garagentor eines 86-jährigen durch einen bislang unbekannten Täter mit einem bislang unbekannten Fahrzeug beschädigt. Der Unfallverursacher entfernte sich anschließend vom Unfallort, ohne seinen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 500 EUR. Hilfreiche Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Forchheim entgegen (09191/7090-0).

 

Forchheim. Am Montagabend befuhr ein 21-jähriger mit seinem Kleinkraftrad die Burker Straße und wurde einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Hierbei konnte festgestellt werden, dass er nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis für das Kraftfahrzeug war. Die Weiterfahrt wurde unterbunden. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

 

Forchheim. Am Montagabend befuhr ein 52-jähriger mit seinem Pkw die Bamberger Straße und wurde einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Hierbei konnte festgestellt werden, dass er nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis für das Kraftfahrzeug war. Die Weiterfahrt wurde unterbunden. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

 

 

Bei den hier angezeigten Meldungen handelt es sich um die Originalmeldungen der jeweiligen Polizeidienststellen. Die Inhalte wurden nicht von der Redaktion überarbeitet. radio-bamberg.de ist für die Inhalte nicht verantwortlich.

 

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Schwarzfahrer verletzt Zugbegleiter bei Ticketkontrolle https://www.radio-bamberg.de/schwarzfahrer-verletzt-zugbegleiter-bei-ticketkontrolle-2134578/ Tue, 07 Apr 2026 08:38:43 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260407-930-913924 Bei einer Ticketkontrolle hat ein Schwarzfahrer einen Kontrolleur bedroht und verletzt. Der 20-Jährige habe dem Schaffner bei einer Kontrolle in einer Regionalbahn ein Ticket vorgelegt, das nicht auf seinen Namen ausgestellt war, wie die Bundespolizei mitteilte. Als der Zugbegleiter das Ticket beanstandete, soll der Mann ihm das Handgelenk umgedreht haben und am Bahnhof Obertraubling ausgestiegen sein. Der Zug war von Plattling nach Regensburg unterwegs. 

Nach dem Vorfall rief der Zugbegleiter die Polizei, die den Verdächtigen später am nicht mal zehn Kilometer entfernten Bahnhof in Regensburg festnahm. Der Verdächtige hatte von Obertraubling den nächsten Zug in die Hauptstadt der Oberpfalz genommen, wie eine Sprecherin der Bundespolizei sagte. 

Die Beamten ermitteln nun gegen den 20-Jährigen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Betrugs. Der Schaffner brach nach dem Vorfall seinen Dienst ab und ging zu einem Arzt. Er hatte leichte Verletzungen erlitten.

Quelle: dpa

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TGV kracht in Nordfrankreich in Laster – Toter und Verletzte https://www.radio-bamberg.de/tgv-kracht-in-nordfrankreich-in-laster-toter-und-verletzte-2134557/ Tue, 07 Apr 2026 08:21:51 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260407-930-913851 Ein TGV-Schnellzug mit mehreren hundert Reisenden ist in Nordfrankreich mit einem Lastzug zusammengestoßen und entgleist. Laut vorläufiger Polizeiangaben kam der Lokführer ums Leben und 27 Reisende wurden verletzt, wie der Sender TF1 berichtete. Nach dem Unglück zwischen Béthune und Lens werde er zusammen mit Bahnchef Jean Castex zum Unfallort kommen, kündigte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot an.

Zu dem Unglück kam es auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Nœux-les-Mines abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes der französischen Bahn. Dort war der TGV mit dem Tempo eines gewöhnlichen Zuges unterwegs. Wie die Zeitung «La Voix du Nord» berichtete, kollidierte der Zug mit dem Anhänger eines Lastzuges, der Armeefahrzeuge transportierte.

Auf Fotos, die ein Verantwortlicher der Bahngewerkschaft teilte, war der schwerbeschädigte und aus den Gleisen gesprungene Triebkopf des Zuges zu sehen. Vor einer Woche erst sei auf einem Bahnübergang ein Schwertransport für die Armee stecken geblieben, meinte der Gewerkschafter.

Quelle: dpa

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Zuschauer nach Notfall bei Spiel in Frankfurt gestorben https://www.radio-bamberg.de/zuschauer-nach-notfall-bei-spiel-in-frankfurt-gestorben-2134548/ Tue, 07 Apr 2026 08:21:20 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260407-930-913842 Ein Zuschauer ist nach einem medizinischen Notfall während des Bundesliga-Spiels zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln (2:2) gestorben. Das teilte der Club zwei Tage nach der Partie mit.

«Die Eintrachtfamilie ist tief betrübt»

«Der 87-jährige Mann, der seit vielen Jahren Eintrachtmitglied und Dauerkartenbesitzer war, erlitt während der Partie einen Herzstillstand, konnte vor Ort zwar noch erfolgreich reanimiert werden, war aber im weiteren Verlauf nicht mehr zu stabilisieren», schrieb die Eintracht. Der Fan sei noch am Sonntag im Krankenhaus gestorben. «Wenn ein Mensch vor unseren Augen aus unserer sprichwörtlichen Mitte genommen wird, ist das kaum in Worte zu fassen. Die Eintrachtfamilie ist tief betrübt.»

Zu dem Notfalleinsatz war es am Sonntag in der zweiten Hälfte des Traditionsduells gekommen. Der Zuschauer war noch umgehend am Platz von mehreren Rettungskräften versorgt worden, ehe er in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Eintracht bedankt sich bei Fans für «sensibles Gespür» 

Beide Fanlager hatten den Support minutenlang eingestellt. Erst nachdem der Zuschauer aus dem Innenraum des Frankfurter Fußballstadions gebracht wurde, unterstützten die Anhänger der Eintracht und des FC wieder ihre Mannschaften.

Der Frankfurter Bundesligist drückte sein Mitgefühl für die Angehörigen des Toten aus und bedankte sich bei den Rettungskräften, «die zunächst noch so erfolgreich, aber letztlich vergebens um das Leben unseres Anhängers gekämpft hatten» sowie bei den Stadion-Besuchern für ihr «sensibles Gespür».

Quelle: dpa

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Urteil zu im Jahr 1999 erschossenen Gastwirt rechtskräftig https://www.radio-bamberg.de/urteil-zu-im-jahr-1999-erschossenen-gastwirt-rechtskraeftig-2134536/ Tue, 07 Apr 2026 08:12:46 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260407-930-913819 Das Urteil zum Mord an einem Würzburger Gastwirt im Jahr 1999 ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revision der beiden Angeklagten zurückgewiesen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Würzburg. Damit habe die Entscheidung vom Juli 2025 Bestand. Zuvor hatte die «Main-Post» berichtet.

Die Landgerichtskammer hatte das Vater-Sohn-Duo nach der Erschießung des Gastwirts zu lebenslanger Haft verurteilt. Aus Sicht des Gerichts gibt es keinen Zweifel an der Täterschaft der heute 50 und 68 Jahre alten Männer. Zudem stellte das Gericht für beide die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine Entlassung nach 15 Jahren Haft nahezu ausgeschlossen. 

Mordauftrag wohl vom Vater des Schützen 

Nach Überzeugung der Kammer erschoss der staatenlose 50-Jährige am 5. Januar 1999 als damals 23-Jähriger den Gastwirt (55), um einer Geldforderung Nachdruck zu verleihen. Den Auftrag für die Tat soll damals sein Vater, ein Türke, gegeben haben.

Die Angeklagten hatten sich in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Tatwaffe ist bis heute verschwunden. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, weil aus ihrer Sicht die Täterschaft der Männer nicht erwiesen ist und ein überzeugendes Motiv fehlt.

Die Tötung des 55 Jahre alten Opfers, ebenfalls ein Türke, war jahrzehntelang ungeklärt. Im Frühjahr 2024 gingen neue Hinweise zu dem Fall ein, die den Anstoß zu dem Verfahren gaben.

Quelle: dpa

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Angriffe auf Iran: Wo ist die Grenze zum Kriegsverbrechen? https://www.radio-bamberg.de/angriffe-auf-iran-wo-ist-die-grenze-zum-kriegsverbrechen-2134527/ Tue, 07 Apr 2026 08:07:56 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260407-930-913790 US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte Teheran nicht auf seine Forderung zur Öffnung der Straße von Hormus eingehen. Er sagte, die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine «völlige Zerstörung» herbeiführen. «Das ganze Land kann in einer Nacht ausgelöscht werden, und das könnte schon morgen Nacht sein.» 

Sollte es der US-Präsident tatsächlich so drastisch meinen, wie er es formuliert hat, würde er damit offen Kriegsverbrechen androhen. Denn das humanitäre Völkerrecht verpflichtet die Konfliktparteien dazu, jederzeit zwischen zivilen und militärischen Zielen zu unterscheiden. 

«Selbst wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten», wenn «übermäßige» Schäden für Zivilisten zu erwarten seien, so der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York. 

Nach dem humanitären Völkerrecht sind gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur verboten, es sei denn, dass diese auch militärisch genutzt wird. Das könnte zum Beispiel für Brücken gelten, über die auch Truppen verlegt oder militärischer Nachschub organisiert werden. Aber selbst wenn ein ziviles Objekt auch militärisch genutzt wird, muss der erwartete militärische Vorteil im Verhältnis zu den absehbaren zivilen Schäden stehen. Übermäßige zivile Schäden sind verboten.

Sollten die USA zum Beispiel ein Kraftwerk wie das Gaskraftwerk Damawand in der Nähe der Hauptstadt Teheran angreifen, wären die Folgen für die Zivilbevölkerung absehbar schwer, was ein Kriegsverbrechen bedeuten würde. Versorgungsinfrastruktur wie Kraftwerke, die zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Wohngebiete versorgen, steht generell unter besonderem Schutz. Das Kraftwerk Damawand hat eine Kapazität von mehr als 2.800 Megawatt und versorgt vor allem die Millionenmetropole, in der rund 15 Millionen Menschen leben.

Quelle: dpa

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Kanye West will jüdische Gemeinde in London treffen https://www.radio-bamberg.de/kanye-west-will-juedische-gemeinde-in-london-treffen-2134518/ Tue, 07 Apr 2026 07:59:31 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260407-930-913742 US-Skandalrapper Kanye West möchte sich wegen der Kontroverse um seine geplanten Auftritte bei einem Festival in London mit der jüdischen Gemeinde in Großbritannien treffen. «Ich weiß, dass Worte nicht ausreichen», sagte der 48-Jährige, der in der Vergangenheit immer wieder mit antisemitischen und rassistischen Äußerungen aufgefallen war, in einer Stellungnahme. Er müsse durch Taten zeigen, dass er sich verändert habe.

Er habe die Diskussion um das Wireless Festival, das im Sommer (10. bis 12. Juli) im Finsbury Park ausgerichtet wird, verfolgt, sagte West. «Mein einziges Ziel ist es, nach London zu kommen und ein Zeichen des Wandels zu setzen -indem ich durch meine Musik Einheit, Frieden und Liebe vermittle.» Er wäre «dankbar für die Möglichkeit», sich persönlich mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft im Vereinigten Königreich zu treffen. «Um zuzuhören», sagte West.

Nach der Ankündigung der Auftritte an den Festivalabenden waren in Großbritannien Forderungen nach einem Einreiseverbot laut geworden, unter anderem von der Aktivistengruppe Campaign Against Antisemitism. Premierminister Keir Starmer hatte die Planung als «zutiefst besorgniserregend» bezeichnet. Sponsoren hatten sich von dem Festival zurückgezogen.

Ein Lied mit dem Titel «Heil Hitler»

Der 48 Jahre alte Rapper, der mittlerweile unter dem Namen Ye firmiert und in der vergangenen Woche in Los Angeles auftrat, hatte im vergangenen Jahr ein Lied mit dem Titel «Heil Hitler» veröffentlicht. Anfang 2026 hatte er im «Wall Street Journal» um Entschuldigung gebeten. «Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit», schrieb der Ex-Ehemann von Kim Kardashian und führte seine früheren Äußerungen auf eine bipolare Störung zurück.

Einer der Organisatoren des Wireless Festivals verteidigte die Entscheidung, den US-Rapper zu buchen. Was West in der Vergangenheit über Juden und Adolf Hitler gesagt habe, «ist für mich genauso abscheulich wie für die jüdische Gemeinschaft, den Premierminister und andere, die sich dazu geäußert haben – und, wenn man ihn beim Wort nimmt, inzwischen auch für Ye selbst», schrieb Melvin Benn, Geschäftsführer von Festival Republic, in einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur PA. 

Die Musik des Rappers werde in Großbritannien im Radio gespielt und sei über Livestreams und Downloads verfügbar, sagte Benn. West habe das gesetzliche Recht, «in dieses Land einzureisen und hier aufzutreten». «Es ist vorgesehen, dass er kommt und auftritt», sagte er. «Wir geben ihm keine Plattform, um irgendwelche Meinungen zu verbreiten, sondern ausschließlich, um die Songs zu performen.»

Quelle: dpa

 

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