Nachrichten – Radio Bamberg https://www.radio-bamberg.de Mein Zuhause. Meine Hits. Fri, 06 Feb 2026 20:10:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Spektakel in Fürth – 4:5 im Kellerduell gegen Magdeburg https://www.radio-bamberg.de/spektakel-in-fuerth-45-im-kellerduell-gegen-magdeburg-2023053/ Fri, 06 Feb 2026 19:35:52 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653980 In einem irren Schlagabtausch mit insgesamt neun Toren hat Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth ein spektakuläres Comeback gegen den 1. FC Magdeburg verpasst. Die in den ersten 30 Minuten defensiv konfusen Franken mussten sich im wilden Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga den Gästen um Dreifachtorschütze Mateusz Zukowski mit 4:5 (3:5) geschlagen geben. Auch das Hinspiel hatte 5:4 geendet – damals noch für Fürth.

Sechs Tage nach dem 2:1 bei Holstein Kiel erlitten die Fürther, die sich auch von einem 1:5-Rückstand nicht schocken ließen, einen deprimierenden Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Die Magdeburger verschafften sich nach zwei Heimniederlagen in Serie etwas Luft im Abstiegskampf und sind nun vorübergehend Tabellenzwölfter.

Dreierpack von Zukowski 

Die Fürther Fans Stadion durften sich sogar über die Führung durch Brynjar Bjarnason (8. Minute) freuen. Doch nach dem unglücklichen Ausgleich aus Sicht der Hausherren durch die Bogenlampe von Remo Münz (13.) ins eigene Tor nahmen die Magdeburger die Kleeblatt-Defensive auseinander. Zukowski (15., 29., 32.) und Rayan Ghrieb (23.) machten nach gut 30 Minuten scheinbar alles klar.

Die Magdeburger waren aber selbst in der Defensive oft desorientiert. Das nutzten vor 11.061 Zuschauern Doni Arifi (43.), Jan Elvedi (45.+5) und kurz nach dem Wechsel Neuzugang Sayfallah Ltaief (46.) mit seinem Premierentor, um zur Freude auf der Tribüne zu verkürzen. Die Magdeburger retteten den Dreier noch mit einer Klärungsaktion auf der Linie (90.+7).

Fürths Trainer Heiko Vogel, der völlig überraschend seinen Toptorjäger Noel Futkeu aus der Startelf genommen hatte, schäumte lange auf der Trainerbank. Noch vor dem Seitenwechsel brachte er Philipp Ziereis (37.) für den offensiven Aiman Dardari, um die Defensive abzusichern. Die Fürther gaben sich auch nicht auf und kämpften sich zurück. Zu einem Punkt reichte es aber nicht mehr.

Quelle: dpa

 

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Doppelpack Harder: Bayern-Frauen gewinnen in Freiburg https://www.radio-bamberg.de/doppelpack-harder-bayern-frauen-gewinnen-in-freiburg-2023032/ Fri, 06 Feb 2026 19:29:03 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653957 Der deutsche Frauenfußball-Meister FC Bayern München hat auch sein zweites Spiel im neuen Jahr deutlich gewonnen. Beim SC Freiburg setzten sich die Tabellenführerinnen zum Auftakt des 17. Spieltags mit 4:1 (1:1) durch.

Die erste Münchner Führung durch Pernille Harder (27.) glichen die Freiburgerinnen durch Lisa Kolb (45.+1) zwar überraschend noch einmal aus. Nach der Pause trafen aber erneut Harder (58.), Winter-Neuzugang Edna Imade (75.) und Linda Dallmann (79.) für die Bayern. 

Die Münchnerinnen hatten die Partie von Beginn an im Griff. Freiburgs Ausgleich kurz vor der Pause fiel wie aus dem Nichts. Vorerst bauten die Titelverteidigerinnen ihren Vorsprung in der Tabelle auf neun Punkte aus. Das Spiel des Tabellenzweiten VfL Wolfsburg am Samstag in Bremen fällt aus.

Quelle: dpa

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Italien feiert Olympia-Eröffnung als knallbunte Oper https://www.radio-bamberg.de/tribut-an-italien-eroeffnungsfeier-der-winterspiele-beginnt-2022957/ Fri, 06 Feb 2026 19:39:59 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653912 Olympia als ganz große Oper: Mit einem Riesenspektakel in buntesten Farben haben in Mailand die 25. Olympischen Winterspiele begonnen. Vor 67.000 Zuschauern liefen Athletinnen und Athleten aus 92 Teilnehmernationen ins legendäre Fußballstadion San Siro ein. Parallel dazu wurde an gleich drei weiteren Orten gefeiert – im 400 Kilometer entfernten Cortina d’Ampezzo, der zweiten Gastgeberstadt, in Predazzo und in Livigno. Damit kehren die Winterspiele nach einer Pause von 20 Jahren wieder zurück in die Alpen.

Außer der Erinnerung an Opern-Legenden wie Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini bot Italien zum Auftakt vieles andere auf, für das es weltweit bekannt ist: vom Kinderbuch-Helden Pinocchio bis zu seinen Paparazzi. Vom verstorbenen Modemacher Giorgio Armani stammten einige Kostüme. Auch Italiens Küche wurde gewürdigt. Zur Begeisterung des Stadionpublikums sang die US-Popdiva Mariah Carey einen der Klassiker des nationalen Liedguts: «Nel blu, dipinto di blu», besser bekannt als «Volare».

Die Eröffnungsfeier unter dem Motto «Armonia» (Harmonie) sollte den dezentralen Charakter der Spiele widerspiegeln. Zum ersten Mal in der Olympia-Geschichte gibt es zwei Gastgeberstädte. Die Wettbewerbe gehen sogar in sieben verschiedenen Orten im Norden Italiens über die Bühne. Weiter waren die Entfernungen bei Winterspielen noch nie. Die mehrstündigen Fahrtwege stellen alle auf die Probe, auch die Athleten.

Erstmals zwei olympische Feuer

Erstmals brennen bis zum Ende der Spiele am 22. Februar zwei olympische Feuer – eines am Arco della Pace (Friedensbogen) in der Innenstadt von Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina. In dem Nobel-Skiort gab es vor 70 Jahren schon einmal Olympia – der Auftakt für den Aufstieg des Bergdorfs zur «Königin der Dolomiten».

Die deutschen Fahnenträger Katharina Schmid und Leon Draisaitl traten ebenfalls an verschiedenen Orten auf. Skispringerin Schmid, die schon am Samstag auf der Normalschanze ihren ersten Wettkampf bestreitet, übernahm ihre Rolle in Predazzo. Eishockey-Superstar Draisaitl – erst kurz vor der Eröffnung gelandet – führte einen anderen Teil des Teams in die Mailänder Arena. «Ich bin unfassbar stolz drauf», sagte der 30-Jährige.

Auftritte von Mariah Carey und Andrea Bocelli

Für die Eröffnung hatten sich 130 der insgesamt 185 deutschen Olympia-Teilnehmer angekündigt. So groß war ein deutsches Team bei Winterspielen noch nie. «Mein Eindruck aus den ersten Tagen in Italien ist, dass unser Team D voller Vorfreude und absolut bereit ist, das Beste aus sich herauszuholen und unsere Sportnation würdig zu vertreten», sagte Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Die deutsche Delegation kam als 32. von 92 Teilnehmernationen ins Stadion. Wie oft schon stieß das Team-Outfit – ein übergroßer schwarzer Poncho mit Fischerhut – auf ein geteiltes Echo. Modeschöpfer Harald Glööckler meinte zur Deutschen Presse-Agentur: «Was einem hier geboten wird, ist weder innovativ noch erfrischend neu – geschweige denn ansprechend.» Der Nordische Kombinierer Johannes Rydzek dagegen sprach von einem «ungewöhnlichen Look» und versicherte: «Wir alle stehen zusammen und sehen auf der Bühne toll aus. Das ist großartige Mode.»

Der erste Teil der Show fand schon vor der Athletenparade statt, mit internationalen Musikstars aus Klassik und Pop. Neben Mariah Carey standen Andrea Bocelli, Laura Pausini, Cecilia Bartoli und der Pianist Lang Lang auf der Besetzungsliste.

US-Vize Vance auf der Ehrentribüne

Auf der Tribüne saß neben der neuen IOC-Chefin Kirsty Coventry – Nachfolgerin des Deutschen Thomas Bach an der Spitze des Internationalen Olympischen Komitees – einiges an politischer Prominenz. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Familie und Außenminister Marco Rubio dabei.

Insgesamt waren etwa 50 Staats- und Regierungschefs angekündigt. Deutschland wurde durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertreten. Die Eröffnungsformel spricht traditionell das Staatsoberhaupt des Gastgeberlandes: dieses Mal Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella.

6.000 zusätzliche Sicherheitskräfte bei Olympia

Vorab gab es Ärger über die Umstände des Besuchs der US-Delegation. Um den Schutz der Offiziellen kümmern sich auch Beamte der US-Einwanderungspolizei ICE, die wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten in der Kritik steht. Am Eröffnungstag demonstrierten Hunderte in Mailand gegen deren Anwesenheit. Aus Sorge vor Anschlägen und Störaktionen hat Italien während der Spiele mehr als 6.000 zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz. 

Mit «Milanocortina» steigen 20 Jahre nach Turin 2006 die Winterspiele wieder in den Alpen. Bis zum 22. Februar konkurrieren 2.900 Athletinnen und Athleten bei 116 Medaillen-Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze. 

Die Hoffnung ruht darauf, dass mit der Rückkehr von Winter-Olympia in die Alpen wieder mehr Stimmung aufkommt. Die vorigen Spiele von Sotschi (Russland), Pyeongchang (Südkorea) und Peking (China) hatten in dieser Hinsicht nicht alle Erwartungen erfüllt. 2030 sind die Spiele wieder in den Alpen: in Frankreich.

Quelle: dpa

 

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Obamas als Affen dargestellt: Trump-Post wieder gelöscht https://www.radio-bamberg.de/obamas-als-affen-dargestellt-trump-post-wieder-geloescht-2022888/ Fri, 06 Feb 2026 20:05:08 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653855 Nach massiver Kritik ist ein Beitrag auf einem Social-Media-Account von US-Präsident Donald Trump, der eine rassistische Darstellung von Ex-Präsident Barack Obama und dessen Frau als Affen enthielt, wieder gelöscht worden. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Beitrag inzwischen entfernt worden sei. Weiter hieß es: «Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses veröffentlichte den Beitrag fälschlicherweise.» 

Zuvor hatte das Weiße Haus Kritik an dem Beitrag noch zurückgewiesen. Dieser war auf Trumps wichtigem Online-Sprachrohr Truth Social veröffentlicht worden, der Account des Präsidenten hat dort mehr als 11 Millionen Follower. 

Der Demokrat Obama ist der erste Schwarze, der zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Er war von 2009 bis 2017 im Amt.

Schwarze sehen sich immer wieder Rassismus ausgesetzt, bei dem der Vergleich zu Affen als Mittel zur Beleidigung und Herabwürdigung angewandt wird. Auch in Deutschland sorgten beispielsweise wiederholt Vorfälle in Fußballstadien für Schlagzeilen.

Empörung über Rassismus

Die Empörung über den Trump-Post war groß. Sie kam auch aus den Reihen der Republikaner, der Partei Trumps. Der republikanische Senator Tim Scott schrieb auf der Plattform X, es sei das Rassistischste, was er bisher aus diesem Weißen Haus gesehen habe. «Der Präsident sollte das entfernen», schrieb Scott, der selbst Schwarzer ist.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, der als möglicher Kandidat der Demokraten für die nächste Präsidentenwahl gilt, schrieb: «Widerliches Verhalten des Präsidenten. Jeder einzelne Republikaner muss das verurteilen. Sofort.»

Schlingerkurs im Weißen Haus

Das Weiße Haus hatte zunächst versucht, den Beitrag mit der rassistischen Darstellung zu rechtfertigen. Regierungssprecherin Karoline Leavitt hatte zunächst in einem Statement, das zum Beispiel der TV-Sender CNN verbreitete, geschrieben, man solle mit der gespielten Empörung aufhören. Es handele sich um einen Ausschnitt aus einem Internet-Meme-Video, in dem Trump als König des Dschungels und die Demokraten als Charaktere aus dem Filmklassiker «König der Löwen» dargestellt seien. Was genau zum Umschwenken in der Kommunikationsstrategie führte, ist unklar.

Die Obama-Darstellung war Teil eines Beitrags auf dem Trump-Account, der sich um angebliche Manipulationen bei der von Trump verlorenen Wahl 2020 drehte. Nach etwa einer Minute erschienen in einem kurzen Einschub die Gesichter von Barack und Michelle Obama mit Affenkörpern zur Melodie von «The Lion Sleeps Tonight». Der Ausschnitt mit den Obamas stammt wahrscheinlich aus einem mit Künstlicher Intelligenz erzeugten Video, das von einem anderen Konto erstellt wurde und bereits im Herbst vergangenen Jahres kursierte, wie eine Untersuchung des Faktencheck-Teams der dpa ergab.

Nicht das erste Mal rassistische Darstellung

Dass Trump nun zurückruderte und nach der massiven Kritik sich offensichtlich zum Handeln genötigt sah, ist bemerkenswert. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Trump rassistischer Bilder oder Sprache bedient. Im Oktober zum Beispiel hatte Trump ein KI-Video verbreitet, auf dem der schwarze Demokrat Hakeem Jeffries mit Schnurrbart und einem buntem Sombrero auf dem Kopf zu sehen ist. Neben ihm wettert sein ebenfalls KI-generierter Parteikollege Chuck Schumer über die Demokraten. «Niemand mag die Demokraten mehr», heißt es, «sogar Latinos hassen uns». Hinterlegt ist das Video mit mexikanischer Mariachi-Musik. 

Im Dezember hatte Trump außerdem Somalia als miserables Land und aus dem ostafrikanischen Staat stammende Menschen als Müll bezeichnet.

Quelle: dpa

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Sönke Wortmann: «Ich kann auch Flops» https://www.radio-bamberg.de/soenke-wortmann-ich-kann-auch-flops-2022879/ Fri, 06 Feb 2026 17:57:03 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653781 Regisseur Sönke Wortmann sieht beim Filmemachen viele Parallelen zum Fußball. «Film ist ein Mannschaftssport, es sind ähnliche Mechanismen. Alleine schaffst du es nicht, nur gemeinsam kriegst du es hin», sagte er im Interview mit Moderatorin Silvia Stenger in der Sendung «Silvia am Sonntag – der Talk» des privaten Radiosenders Hit Radio FFH. 

Er liebe beim Film die Teamarbeit. «Ich wusste immer, was ich nicht kann. Meine Schwächen sind technischer Art: Lichtgestaltung, Ton. Aber dafür habe ich Leute, die das sehr gut können. Ich kann sehr gut loslassen. Ich bin kein Kontrollfreak.»

«Das Wunder von Bern», «Die Päpstin», «Deutschland. Ein Sommermärchen» oder «Der bewegte Mann»: Wortmann hat viele erfolgreiche Kinofilme gemacht. Er kenne aber auch die andere Seite. «Ich kann auch Flops», sagte er. «Es tut weh, besonders bei einem Film, der einem besonders wichtig ist, aber da muss man durch. Niederlagen gehören dazu – genau wie im Sport.»

Am 12. Februar kommt Wortmanns neuer Film «Die Älteren» in die Kinos. Vorlage ist der gleichnamige Roman von «Pubertier»-Autor Jan Weiler.

Quelle: dpa

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Söder geht als Freiheitskämpfer «Braveheart» zur Fastnacht https://www.radio-bamberg.de/soeder-geht-als-freiheitskaempfer-braveheart-zur-fastnacht-2022870/ Fri, 06 Feb 2026 17:56:44 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653772 Markus Söder, Chef der Staatsregierung und der CSU in Bayern, hat als Politiker durchaus rebellische Phasen. In Veitshöchheim zur Prunksitzung «Fastnacht in Franken» verkörperte Söder «Braveheart», die Filmfigur, unter deren Namen der schottische Widerstandskämpfer William Wallace auch außerhalb Großbritanniens bekanntgeworden war. Auf dem roten Teppich schwang er für die Fotografen das Schwert – eine Kampfansage Richtung Berlin? 

«Ein bisschen wie Bayern und Berlin» beschrieb Söder seine Hintergedanken für die Kostümierung – professionell angelegt vom Maskenbildner Dirk Hirsch in der Maske des Staatstheaters Nürnberg. Die blaue Schminke im Gesicht des Ministerpräsidenten dürfe nicht aussehen wie Make-up, sagt der Profi. Schließlich habe man sich im Mittelalter nicht Kosmetik, sondern Tonerde ins Gesicht geschmiert. 

Er war schon Elvis und Shrek 

Die Tradition originell verkleideter Ministerpräsidenten in Veitshöchheim geht auf Söders Vorgänger Günther Beckstein zurück. Söder selbst hatte bereits in zahlreichen Verkleidungen teilgenommen, im vergangenen Jahr etwa als Elvis Presley, zuvor auch als Trickfilmfigur Shrek, als Punk mit Irokesen-Haarschnitt oder als Gandalf aus «Herr der Ringe».

Quelle: dpa

 

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Verkleiden mit Botschaft: die Politik beim Franken-Fasching https://www.radio-bamberg.de/dorothee-baer-meeres-expertin-und-rakete-2022825/ Fri, 06 Feb 2026 19:06:53 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653673 Schottischer Freiheitskampf, bayerischer Freiheitskampf? Oder einfach nur eine riesengroße Gaudi? Markus Söder weiß, dass es zu den spannendsten Fragen vor der Prunksitzung «Fastnacht in Franken» gehört, in welches Kostüm er schlüpft.

Dieses Jahr ist der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef als «Braveheart» nach Veitshöchheim gekommen. Durch diese Filmfigur wurde der schottische Widerstandskämpfer William Wallace auch außerhalb Großbritanniens bekannt. Auf dem roten Teppich schwang er für die Fotografen das Schwert – eine Kampfansage Richtung Berlin? 

«Ein bisschen wie Bayern und Berlin» beschrieb Söder seine Hintergedanken für die Kostümierung – professionell angelegt vom Maskenbildner Dirk Hirsch in der Maske des Staatstheaters Nürnberg. 

Um Freiheitsrechte anderer Art ging es Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die in die Rolle einer Kämpferin fürs Frauenwahlrecht geschlüpft war: «Votes for women» prangte auf einer Schärpe, dazu hielt sie das passende Schild in die Kameras. Inspiriert worden sei sie von der Kampagne «Bavaria ruft», sagte sie, die mehr Frauen für eine Kandidatur in der Politik motivieren wolle.

Dorothee Bär, eine Rakete

Türkise Augenlider, ein Netz mit Fischen in der Hand und eine große Perlenkette um den Hals: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) wollte mit ihrem Kostüm auf die Weltmeere aufmerksam machen. Schließlich sei auch für Meeresforschung zuständig, merkte sie an. 

Vor einer Woche, als Bär in Aachen den karnevalistischen Orden wider den tierischen Ernst erhalten hatte, glänzte sie noch im silberfarbenen Kleid zum Thema Raumfahrt. Wäre da nicht eigentlich eine Verkleidung als Rakete im fränkischen Fasching folgerichtig gewesen? Diese Frage beantwortete Bärs Mann Oliver, Landrat im oberfränkischen Hof: «Meine Frau ist eine», deshalb müsse sie sich nicht zwingend noch als Rakete verkleiden.

Katharina Schulze und der Meerjungfrauen-Traum

Konkurrenz bei der Begeisterung fürs Meer bekam Dorothee Bär indes von Katharina Schulze, Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag: Als Meerjungfrau Arielle wirkte sie wie direkt dem Disney-Film entsprungen. «Ganz ehrlich? Ich wollte schon immer mal eine Meerjungfrau sein», verriet sie. Doch eine politische Botschaft ließ sich auch hierbei unterbringen. Die Meere müssten schließlich geschützt werden, appellierte sie.

In die Rolle des legendären Modeschöpfers Karl Lagerfeld schlüpfte CSU-Generalsekretär Martin Huber, erkennbar war er einzig am CSU-Schriftzug auf dem Fächer. Seine Frau glänzte als Vogue-Chefin Anna Wintour mit ikonischer Sonnenbrille und strenger Bobfrisur. 

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stürzte sich als «Pelztierjäger» oder «Trapper» ins Faschingsgetümmel. Sein Parteikollege, Digitalminister Fabian Mehring, hatte auch eine politische Botschaft im Gepäck: Als Ritter «der digitalen Souveränität» sei er unterwegs. Und eine Rüstung könne in der aktuellen Lage ja nie schaden.

Im pinken Aerobic-Outfit warb Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) für – na klar – mehr Sport und Bewegung. Und Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) schwebte als «schwarzer Engel» über den roten Teppich, um zu zeigen, wie sie kämpfe – «für Bildungsgerechtigkeit».

Dobrindt mit Banane als Waffenersatz

Wenn andere sich jedes Jahr den Kopf übers Kostüm zerbrechen, kann sich Innenminister Joachim Herrmann (CSU) entspannt zurücklehnen – schon seit Jahren kommt er als «schwarzer Sheriff» nach Veitshöchheim. Es müsse ja ein bisschen Tradition geben, sagte er schmunzelnd dem BR. So lange er Innenminister sei, werde er als Sheriff gehen. Seine Frau mag es etwas abwechslungsreicher – sie verkleidete sich als Schneemann, passend zum winterlichen Wetter in Erlangen, der Heimat der Herrmanns.

Der Innenminister auf Bundesebene, Alexander Dobrindt (CSU), schlüpfte ins Lucky-Luke-Kostüm – inklusive Haartolle und einer echten Banane als Waffenersatz.

Quelle: dpa

 

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Ohne Zverev: Davis-Cup-Team dicht vor Sieg gegen Peru https://www.radio-bamberg.de/hanfmann-gewinnt-davis-cup-auftakt-gegen-peru-souveraen-2022807/ Fri, 06 Feb 2026 18:56:01 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653582 Auch ohne den deutschen Ausnahmekönner Alexander Zverev steht das Davis-Cup-Team dicht vor dem Einzug in die zweite Qualifikationsrunde. Zum Auftakt der neuen Saison in dem prestigeträchtigen Nationen-Wettbewerb führt die Tennis-Auswahl nach den ersten beiden erfolgreichen Einzeln gegen Außenseiter Peru souverän mit 2:0.

Damit geht der Gastgeber in Düsseldorf mit der optimalen Ausgangsposition in den entscheidenden Tag des Duells. Bereits das in der Regel verlässliche Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz kann am Samstag (13.00 Uhr/kostenloser Stream auf tennis.de) den noch fehlenden dritten Punkt für den Gesamterfolg klarmachen. Im Falle einer überraschenden Niederlage des Duos würden zwei weitere Chancen in Einzeln verbleiben, um den Gesamterfolg zu sichern.

Alles andere als Zittern zum Auftakt

Am Eröffnungstag kamen weder im Einzel von Yannick Hanfmann noch von Jan-Lennard Struff Zweifel am deutschen Sieg auf. Im ausverkauften Düsseldorfer Castello legte vor rund 3.000 Zuschauern zunächst Hanfmann mit einem 6:4, 6:4 gegen Gonzalo Bueno vor. Struff nutzte die Vorlage mit einem 6:4, 6:2 gegen Juan Pablo Varillas zur beruhigenden Führung. 

Auch ohne Spitzenspieler Zverev, der nach seinem verlorenen Halbfinal-Drama bei den Australian Open diesmal nicht dabei ist, treten die Deutschen als klarer Favorit an. Die peruanische Nummer eins, Ignacio Buse, ist der einzige Spieler seines Landes unter den Top 200, war aber für das Einzel am Eröffnungstag nicht nominiert. 

«Ein toller Start», resümierte Hanfmann. Sein Teamkollege Struff war bei seinem Auftritt in nur 75 Minuten sogar noch eine Viertelstunde schneller fertig. Struff ließ Varillas zwar nach einem schnellen 3:0 im ersten Satz wieder ran kommen, ließ sich aber davon nicht irritieren und bewahrte die Ruhe. Zwei Breaks zum 3:2 und 5:2 entschieden den zweiten Durchgang klar.

«Er stand erste 60, ist ein bisschen abgefallen, war verletzt. Ich wusste, dass ich druckvoll spielen muss. Ich habe es über weite Strecken gut gemacht. Im Großen und Ganzen bin ich sehr glücklich», fasste der 35 Jahre alte Sauerländer zusammen. «Es ist sehr schön, wieder ein Heimspiel zu haben».

Hanfmann genoss das für Tennisprofis seltene Teamerlebnis und freute sich, seine Nervosität gemeistert zu haben. Ein Schlüssel waren seine dominanten Aufschlagspiele, bei denen er seinem 21 Jahre alten Gegner keine Chancen ließ. Hanfmann sicherte sich mit frühen Breaks zum 2:1 im ersten und 1:0 im zweiten Satz die entscheidenden Vorteile. 

«Es war emotional für mich. Die Emotionen im Davis Cup sind besonders», sagte der 34-Jährige.«Gerade bei Indoor-Tennis ist es wichtig, so gut zu servieren. Ich glaube, das hat ihn auch frustriert».

Erster Davis-Cup-Titel seit 1993 ist das Ziel

Mit einem Sieg würde die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes im September gegen Dänemark oder Kroatien um den Sprung zur Finalrunde der besten acht Nationen spielen. «So wie wir aufgestellt sind, so wie wir mit dem Team die letzten Jahre performt haben, rufen wir die Finalrunde auf jeden Fall als Ziel aus und trotzdem müssen wir Match für Match erst mal spielen», hatte Teamchef Michael Kohlmann vor dem Erstrunden-Aufeinandertreffen gesagt. 

Als großes Ziel verfolgt das Team nach zwei Halbfinal-Teilnahmen in den vergangenen beiden Jahren den ersten deutschen Davis-Cup-Triumph seit 1993. Insbesondere das Ausscheiden im vergangenen November mit Topstar Zverev in der Vorschlussrunde gegen Spanien schmerzte.

Quelle: dpa

 

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Fernwärmebau am Maisel-Gelände: Moosstraße bis Ende März gesperrt https://www.radio-bamberg.de/fernwaermebau-am-maisel-gelaende-moosstrasse-bis-ende-maerz-gesperrt-2022789/ Fri, 06 Feb 2026 16:55:06 +0000 https://www.radio-bamberg.de/?p=2022789 Am ehemaligen Maisel-Gelände in Bamberg gehen die Arbeiten für das neue Stadtquartier weiter. Ab kommendem Montag werden in der Moosstraße Fernwärmeleitungen verlegt. Das teilen Stadt und Stadtwerke Bamberg mit. Deshalb muss die Straße zwischen den Hausnummern 46 und 55 bis voraussichtlich Ende März voll gesperrt werden und wird in diesem Bereich zur Sackgasse. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Sie führt über die Kloster-Langheim-Straße, die Hans-Birkmayr-Straße und die Schildstraße. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es keine Einschränkungen.

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Müller lässt Karriereende offen: Wasser statt Cocktail https://www.radio-bamberg.de/mueller-laesst-karriereende-offen-wasser-statt-cocktail-2022774/ Fri, 06 Feb 2026 16:20:55 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260206-930-653402 Thomas Müller lässt sein Karriereende offen. Der Weltmeister von 2014 war nach 25 Jahren beim FC Bayern München im vergangenen Sommer zu den Vancouver Whitecaps nach Kanada gewechselt. Der Vertrag des 36-Jährigen gilt dort noch bis zum Ende des Jahres.

«Wie schon immer in meinem Leben lege ich mich nicht unnötig fest. Mein
Hauptmotiv, Fußball zu spielen, ist der Spaß daran. Die ersten Monate hier hat es enorm viel Spaß gemacht. Jetzt steht meine erste komplette Saison an», sagte der Offensivstar der «Welt» im Interview.

 «Hinten raus etwas durchgeschleppt»

Ein entscheidender Punkt sei seine Gesundheit. «Was macht der Körper auf dieser ganzen Reise? In der Vorsaison habe ich mich hinten raus etwas durchgeschleppt. Auch deswegen ist dieser Gedankenprozess bei mir alles andere als ausgegoren», erklärte der 131-malige Nationalspieler während des Trainingslagers seines neuen Vereins in Marbella.

Müller, der während der Fußball-WM im Sommer als Experte für MagentaTV arbeiten wird, ist mit seiner Spielerrolle weiter glücklich. «Die Möglichkeit zu haben, in der 90. Minute bei einem Heimspiel mit einem Elfer das Spiel zu entscheiden, diesen Druck zu spüren und die Chance zu haben, die Emotionen so vieler Menschen mit einer Aktion zu bewegen, wenn man trifft – das ist es mir immer noch wert, früher ins Bett zu gehen», sagte Müller. «Dann probiere ich den Cocktail halt nicht. Und nehme das stille Wasser.»

Keine Absichtserklärung mit FC Bayern

Der FC Bayern möchte sein Urgestein nach der aktiven Karriere in die Vereinsarbeit einbinden. Etwas Konkretes wie einen Fahrplan gibt es aber noch nicht. «Die Verbindung zum FC Bayern ist weiterhin da, emotional und inhaltlich», erklärte Müller. «Und mit der Vereinsführung ist besprochen, dass es die Möglichkeit gibt, künftig einen gemeinsamen Weg zu gehen. Eine Absichtserklärung oder gar ein Termsheet gibt es noch nicht. Ich will jetzt auch parallel keinen Trainerschein machen oder ein Studium beginnen.»

Er wolle weiter «auf dem grünen Rasen stehen, Athlet sein. Und dem alles
unterordnen. Nach meiner Spielerlaufbahn möchte ich dann den Ausbildungsweg ganz bewusst wahrnehmen – statt nebenbei hektisch ein Zertifikat einzustecken. Wenn ich etwas mache, mache ich es zu hundert Prozent», versicherte Müller. «Ich will weder mir selbst noch jemand anderem
zumuten, dass er von mir weniger als meine volle Leidenschaft, Energie und Aufmerksamkeit bekommt.»

Quelle: dpa

 

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