Bund und Länder wollen erneut zu Entlastungen beraten., © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Kann ich mir Heizen überhaupt noch leisten?

Diese Frage mussten sich Privathaushalte, sowie Unternehmen in den vergangenen Monaten stellen. Grund dafür waren die hohen Gaspreise. Damit soll aber jetzt Schluss sein. Das sagt der Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg, Jan Giersberg im Radio Bamberg Interview:

Gestern hatte die Bundesregierung beschlossen, die Gaspreisbremse auch rückwirkend auf Januar und Februar auszuweiten. Eigentlich tritt die Preisbremse erst im März 2023 in Kraft.

 

Hier die Infos der Stadtwerke:

Im Dezember buchen die Stadtwerke
keinen Abschlag für Gas und Fernwärme
ab Im Dezember werden die Stadtwerke Bamberg ihren Kundinnen
und Kunden keinen Abschlag für Gas und Fernwärme vom Konto
abbuchen. Diese Einmalhilfe der Bundesregierung soll als
spürbare Entlastung von den hohen Energiekosten dienen und
den Zeitraum bis zur geplanten Gaspreisbremse überbrücken.
Die Entlastung erfolgt automatisch; Kunden müssen bei den
Stadtwerken keinen Antrag auf Entlastung stellen.
Wie sich die Höhe der „Soforthilfe“ errechnet, hat der Gesetzgeber
genau festgelegt: Grundlage hierfür ist der im September 2022
prognostizierte Jahresverbrauch. Von dieser Menge wird 1/12 mit
dem im Dezember gültigen Preis je Kilowattstunde Gas multipliziert.
Hinzugerechnet wird 1/12 des im Dezember gültigen Grundpreises.
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit jährlichem Gasverbrauch
von 18.000 Kilowattstunden beträgt die Einmalhilfe rund 220 Euro. Die
„Soforthilfe“ kann von der tatsächlichen Höhe der monatlichen
Abschlagszahlung abweichen und wird von den Stadtwerken
Bamberg auf der nächsten Jahresabrechnung eindeutig
ausgewiesen. Bei Wärme kommt es nicht auf den Jahresverbrauch an. Hier wird
nach den gesetzlichen Bestimmungen der Betrag berücksichtigt, der
im September 2022 an die Stadtwerke geleistet wurde, alternativ der
monatliche Rechnungsbetrag.
Kundinnen und Kunden, die ihren Abschlag per Überweisung zahlen,
müssen im Dezember nichts fürs Gas und Fernwärme überweisen.
Etwaige Zahlungen für Strom und Wasser sind wie gewohnt fällig. Wer
seiner Bank einen Dauerauftrag erteilt hat, kann diesen aussetzen
bzw. ändern. Wer seinen Dauerauftrag unverändert weiterlaufen
lässt, dem wird diese Zahlung in der nächsten Jahresabrechnung
verrechnet. Abschläge für Strom und Wasser werden fällig
Die Soforthilfe gilt nur für Gas und Wärme. Die Abschläge für Strom
und Wasser werden regulär zum 1. Dezember fällig.
„Soforthilfe“ gilt auch für Mieterinnen und Mieter
Wer die Kosten für Gas und Wärme mit der Miete zahlt, bekommt die
„Soforthilfe“ ebenfalls: sie wird von der Vermieterin oder dem
Vermieter in der Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2022
gutgeschrieben.
Details zu Strom- und Gaspreisdeckel noch unklar
Als weitere Entlastung plant die Bundesregierung einen „Preisdeckel“
auf Strom und Gas. Nach den aktuellen Planungen soll das Gesetz
hierfür am 16. Dezember durch den Bundesrat verabschiedet werden.
Stromkunden sollen im neuen Jahr für 80 Prozent ihres
Vorjahresverbrauchs nur noch 40 Cent je Kilowattstunde bezahlen.
Der Gaspreisdeckel soll nach den aktuellen Planungen im März in
Kraft treten und rückwirkend zum 1. Januar gelten. Dann soll der
Gaspreis für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs auf 12 Cent je
Kilowattstunde gedeckelt werden.