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Kabarettist Polt kann Push-Nachrichten nichts abgewinnen

Karlsruhe/München (dpa) – Der Kabarettist Gerhard Polt informiert sich klassisch per Zeitung über das Weltgeschehen. «Ich bin nach wie vor ein intensiver Zeitungsleser und verzichte auf diese digitalen Nachrichten und Push-News oder wie das alles heißt», sagte der 78-Jährige den «Badischen Neuesten Nachrichten» (Montag) in Karlsruhe. «Mich hat immer nicht die unmittelbare Aktualität interessiert, sondern vielmehr das, was akut ist.» Themen, bei denen er das Gefühl habe, dass sie nicht nur heute wichtig seien, sondern schon immer wichtig waren und deren Wichtigkeit auch noch andauern werde.

«Wenn man Aktuelles hört oder sieht, dann braucht man, wie bei allem, Zeit, um das zu verarbeiten. So wie ich Essen verdauen muss, muss ich auch Nachrichten verdauen.» Da brauche er Zeit zum Reflektieren, zum Einordnen und zum Erkennen der Hintergründe.

Polt ist bekannt für seine Zusammenarbeit mit den Brüdern aus der bayerischen Musiker-Großfamilie Well.