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Juristischer Streit um Michael-Jackson-Musical

Berlin/München/Passau (dpa) – Vor der Premiere eines Michael-Jackson-Musicals in Berlin gibt es juristischen Streit. Der Nachlassverwalter des 2009 gestorbenen Popstars will die Tournee von «Beat it! Die Show über den King of Pop» des Passauer Veranstalters COFO verhindern. Über seinen Münchner Anwalt Martin Diesbach klagt der Nachlassverwalter, die «Estate of Michael Jackson», auf Unterlassung.

COFO-Geschäftsführer Oliver Forster sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, er habe das Stück über die Gema lizenzieren lassen. Das Musical feiert am Mittwoch (29. August) in Berlin Premiere.

Forster erläuterte, wenn die aufgeführten Lieder nicht verändert würden, sei eine Lizenz über die Gema ausreichend. Würden die Lieder verändert oder so verwendet, dass ein neues dramatisches Werk entstünde, wären die Rechte über den Nachlassverwalter einzuholen. Bei «Beat it!» sei das nicht der Fall, sagte Forster.

Diesbach sagte, die ersten Aufführungen ließen sich nicht mehr stoppen. Jedoch gehe er davon aus, dass es noch in diesem Jahr eine mündliche Verhandlung geben und der Veranstalter danach die weitere Aufführung unterlassen werde.

Forster sagte, er betrachte die Unterlassungsklage gelassen. Andere Musicals wie «Elvis» oder «Falco» habe er ebenso über die Gema lizenzieren lassen. «Beat it!» soll in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt werden. Jacksons Nachlassverwalter wollen mit der Produktionsfirma Columbia Live Stage im Jahr 2020 ein eigenes Musical über das Leben des Popstars an den Broadway bringen.