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Jugendliche sollen Briefkästen gesprengt haben

Kaufbeuren (dpa/lby) – Weil sie drei Mal den Briefkasten eines Mannes im Ostallgäu gesprengt haben sollen, hat das Landeskriminalamt die Wohnungen von vier Jugendlichen durchsucht. Die Ermittler entdeckten nach Angaben vom Freitag im Ostallgäu «erhebliche Mengen» selbstgebastelte Böller und rohrbombenähnliche Gegenstände, wie ein Sprecher sagte. Demnach brachen die 15 bis 16 Jahre alten Burschen Böller auf und verwendeten das Schwarzpulver für Eigenbauten. Sprengstoffexperten machten die Basteleien unschädlich.

Der Besitzer der Briefkästen hatte nach der dritten Sprengung die Polizei in Kaufbeuren informiert. Wo genau sich die Taten abspielten und wo genau die Durchsuchungen am frühen Donnerstagmorgen waren, wollte das Landeskriminalamt zum Schutz der Jugendlichen nicht preisgeben. Ermittelt werde nun, in welchem Verhältnis die Burschen mit dem Mann standen und was der Antrieb für die Taten war, sagte der Sprecher. Die Beamten schließen einen politischen oder extremistischen Hintergrund der Taten aus.