© Dr. Schneider Unternehmensgruppe

Insolvenz angemeldet: Dr Schneider Unternehmensgruppe will sich sanieren

Die Dr. Schneider Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Kronach-Neuses hat gestern Insolvenz angemeldet. Dr. Schneider gehört nach eigenen Angaben zu den Marktführern für Produkte im Fahrzeuginnenraum und hat erstklassige Kundenbeziehungen mit nahezu allen führenden Automobilherstellern.

Die Unternehmensgruppe wolle sich mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens sanieren, heißt es in einer Mitteilung. Das Verfahren sei am Amtsgericht Coburg für die deutschen Gesellschaften der Gruppe beantragt worden. Die eigenständigen Gesellschaften in den USA, China, Spanien und Polen sind nicht von der Insolvenz betroffen.

Kernpunkt ist, dass die Löhne und Gehälter der rund 2.000 Beschäftigten die nächsten drei Monate über Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit abgesichert sind. Die Mitarbeiter in Kronach-Neuses sind gestern über den Schritt informiert worden. Die Produktion soll in vollem Umfang weiter gehen.

Das Unternehmen hatte bereits vor einigen Wochen von einer sehr guten Auftragslage aber auch einem enormen Kapitalbedarf gesprochen, Anfang des Jahres war die Rede von einem Radikal-Umbau.
Eine Investorenlösung oder ein Insolvenzplan mit einem Vergleich mit den Gläubigern, das sind die beiden Möglichkeiten, die man bei der Schneider Unternehmensgruppe sieht. Die Unternehmensgruppe beschäftigt allein am Stammsitz in Kronach-Neuses 1.400 Mitarbeiter, hinzu kommen sieben Produktionsstandorte in Deutschland.