© Lino Mirgeler

In Rattelsdorf im Landkreis Bamberg haben vergangenen Freitag Betrüger zugeschlagen.

In Rattelsdorf im Landkreis Bamberg haben vergangenen Freitag Betrüger zugeschlagen. Gegenüber einem arglosen 30-jährigen gaben Sie sich als Handwerker aus. Der Mann hatte sie wegen einer verstopften Rohrleitung übers Internet gerufen. Die Rohreinigung allerdings war nicht erfolgreich, wie eine Firma vor Ort feststellte. Die Gauner hatten aber 1500 Euro für den Pfusch kassiert und den Mann mit einem Anwalt bedroht, wenn er nicht zahlt. Die Firma vor Ort verlangte für saubere Arbeit gerade mal 150 Euro. Gegen die Handwerker aus dem Internet laufen jetzt Ermittlungen wegen Betrugs.

 

Hier der Pressebericht der Polizei:

RATTELSDORF. Am vergangenen Freitag nutzten unbekannte „Handwerker“ die Arglosigkeit eines 30-Jährigen in Rattelsdorf aus. Der Mann rief wegen einer verstopften Rohrleitung eine Firma an, die er zuvor über eine Internetsuche gefunden hatte. Es kamen zwei Männer an die Wohnanschrift und führten nach eigenen Angaben eine „Elektromechanische Rohrreinigung“ durch. Dafür verlangten sie letztlich knapp 1.500,- Euro in bar. Nachdem die beiden Männer lautstark mit einer Klage und einem Anwalt drohten, bezahlte der Geschädigte die „Dienstleistung“ mit Bargeld. Es stellte sich heraus, dass die Rohreinigung nicht erfolgreich war, sodass eine ortsnahe Firma die Verstopfung beheben musste. Deren Rechnung nach erfolgreicher Reinigung belief sich auf ca. 150,- Euro. Gegen die beiden Handwerker, die über das Internet bestellt wurden, wird Betruges ermittelt.

 

In diesem Zusammenhang weist die Polizeiinspektion Bamberg-Land darauf hin, dass die Zahl der Fälle von Betrug und Wucher im Zusammenhang mit Schlüsseldiensten und Rohrreinigern zugenommen hat. Viele Geschädigte scheuen sich davor, die Polizei zu rufen, um diese nicht mit Kleinigkeiten von Wichtigerem abzuhalten. Genau darauf setzen die Täter und drohen ihrerseits mit der Polizei oder einem Anwalt.

 

  • Bezahlen Sie nicht sofort mit Bargeld, sondern lassen Sie sich eine Rechnung geben. Sollten Handwerker aufdringlich oder aggressiv werden rufen Sie die Polizei (110).

 

  • Lassen Sie sich nicht durch Drohungen mit einer Klage oder einem Anwalt einschüchtern.

 

  • Holen Sie wenn möglich vor Beginn der Arbeiten eine Vertrauensperson als Zeugen mit hinzu.