© Rolf Vennenbernd

In Neunkirchen am Brand im Landkreis Forchheim hat eine Enkelin einen Trickbetrug an ihrer 76-jährigen Großmutter verhindert.

Die hatte gestern Vormittag einen Anruf von einem vermeintlichen Polizeibeamten bekommen.

 

Der Mann am Telefon behauptete, dass ein Angehöriger festgenommen wurde und sie eine Kaution für ihn zahlen müsse.

Dafür forderte der falsche Polizist einen fünfstelligen Eurobetrag.

Nachdem der Anrufer die 76-Jährige überzeugt hatte, hob sie die geforderte Summe bei ihrer Bank ab – sie wollte das Geld an einen Abholer übergeben. Während die Frau mit dem vermeintlichen Polizeibeamten telefonierte, traf ihre Enkelin bei ihr ein und beendete den Betrugsversuch. NB Radio Bamberg Nachrichtenredaktion

Die Polizei in Oberfranken warnt erneut vor dieser Masche. Ein wichtiger Tipp: Immer misstrauisch bei Anrufen sein, welche finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen. Keine Telefonnummern, Adressen, Kontodaten, Kreditkartennummern oder Ähnliches herausgeben.

 

Hier der Polizeibericht:

Enkelin verhindert Trickbetrug

NEUNKIRCHEN A.BRAND, LKR. FORCHHEIM. Beinahe hätten Trickbetrüger am Dienstagvormittag eine 76-Jährige um einen fünfstelligen Eurobetrag gebracht. Die Enkelin der Frau konnte den Betrugsversuch verhindern.

 

Gegen 10 Uhr erhielt die 76-jährige Rentnerin einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten. Der Mann am Telefon behauptete, dass ein Angehöriger festgenommen wurde und sie eine Kaution für ihn zahlen müsse. Der falsche Polizeibeamte forderte dafür einen fünfstelligen Eurobetrag. Nachdem der Anrufer die 76-Jährige überzeugt hatte, hob sie die geforderte Summe bei ihrer Bank ab und wollte das Geld an einen Abholer übergeben. Während die Frau mit dem „Polizisten“ telefonierte, traf ihre Enkelin bei ihr ein und beendete den Betrugsversuch.

Wie bereits mehrfach in der Vergangenheit berichtet, kommt es deutschlandweit immer wieder zu solchen Trickbetrügereien. Die Oberfränkische Polizei warnt daher erneut eindringlich vor dieser Masche.

 

Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Angehörige über solche Betrugsmaschen Bescheid wissen und insbesondere Seniorinnen und Senioren warnen und aufklären können.

Auch Bankangestellte können und sollen im Zweifelsfall die Polizei informieren.

 

Die Oberfränkische Polizei gibt folgende weitere und wichtige Tipps:

  • Seien Sie stets misstrauisch bei Anrufen, die ihre finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen. Geben Sie keine Telefonnummern, Adressen, Kontodaten, Kreditkartennummern oder Ähnliches heraus. Beenden Sie umgehend das Gespräch.
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer, der sich als Polizeibeamter ausgibt, den vollständigen Namen, die Telefonnummer und die Dienststelle geben. Legen Sie danach auf und rufen Sie selbst bei der Polizeidienststelle an und lassen Sie sich den Einsatz bestätigen.
  • Lassen Sie sich nicht von vermeintlich vertrauenserweckenden Rufnummern mit der örtlichen Vorwahl oder der Notrufnummer 110 in die Irre führen. Die immer professioneller agierenden Betrüger nutzen auch technische Möglichkeiten, mit denen tatsächlich existierende Telefonnummern von Polizeidienststellen oder Staatsanwaltschaften im Telefondisplay angezeigt werden können.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Wählen sie in dringenden Fällen den Notruf 110