In Bamberg hat ein Familienvater im Sandkasten auf dem ERBA-Spielplatz Scherben entdeckt.

Sie stammen von zerbrochenen Bierflaschen, die Unbekannte wohl nach einer Party liegen haben lassen. Als der Mann sie am Sonntag wegräumen wollte, bemerkte er weitere Splitter in etwa 10 Zentimetern Tiefe. Die Stadt Bamberg hat laut doppelt reagiert: Zum einen hat Bürgermeister Christian Lange den kompletten Spielbereich säubern lassen. Die Arbeiten sind mittlerweile fast abgeschlossen. Außerdem stellt die Stadt Strafanzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Foto Stadt Bamberg.

Hier der Pressebericht der Stadt Bamberg:

Sofortige Reinigung nach Hinweis auf zerbrochene Flaschen im Sand

Stadt stellt Strafanzeige – sorgfältige Säuberung des kompletten Spielplatzes im Birkenhain bereits abgeschlossen

 

Mit großem Entsetzen hat die Stadt auf das verantwortungslose Verhalten von Unbekannten reagiert, die auf dem Spielplatz im Birkenhain auf der Erba-Insel großflächig zerbrochene Flaschen im Sand vergraben hatten. „Wir verurteilen diese mutwillige Tat auf das Schärfste. Die Stadt hat unverzüglich mit einer sorgfältigen Reinigung des kompletten Spielbereichs begonnen und umgehend die Polizei informiert. Wir werden Strafanzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung stellen“, sagte Bürgermeister Dr. Christian Lange. „Es erschüttert mich sehr, dass in unserer Stadt Kinder auf diese Weise gefährdet werden,“, so der entsetzte Bürgermeister, der selbst Vater eines Sohnes ist. Auch wegen der Kosten für die Reinigung werde die Stadt Strafanzeige wegen Sachbeschädigung stellen.

 

Auf der Facebook-Seite des Internetportals „wanderzwerg.eu – aktiv mit Kindern“ hatte dessen Initiator Bernd Deschauer am Sonntag Fotos und eine Nachricht gepostet. Daraufhin hat die Stadt umgehend reagiert: „Ich habe sofort unser städtisches Garten- und Friedhofsamt angewiesen, mit einem Großaufgebot an Mitarbeitern den kompletten Spielbereich zu säubern“, sagte Dr. Lange. Die Mitarbeiter gingen mit Krailen und Rechen zu Werke. Der Krail ähnelt einem Misthaken mit drei oder vier Zinken, die im rechten Winkel abgeknickt sind. „Der Sand und komplette Untergrund wird mit den Werkzeugen rund 20 Zentimeter tief durchgearbeitet“, erläutert Gartenamt-Ingenieur Rüdiger Frank das Vorgehen. „Nachdem wir den Sand nun doppelt und dreifach kontrolliert haben, hat am Dienstagvormittag der Gartentrupp der Lebenshilfe in unserem Auftrag noch mit verschiedenen Sieben eine Feinsiebung vorgenommen. Jetzt ist der komplette Sand bis zu 30 Zentimeter tief gereinigt.“

 

Die Stadt bitte alle Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft wachsam zu sein und eventuelle Gefährdungspotenziale umgehend den Verantwortlichen der Stadt zu melden.