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Im Konflikt über Asylpolitik auch Unionsfraktion gefordert

München (dpa/lby) – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht im neuerlichen Streit über die Flüchtlingspolitik auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gefordert. Nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Präsentation des Asyl-Masterplans Migration abgesagt hatte, gebe es nicht nur zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Bundesinnenminister Gesprächsbedarf. «Ich habe nicht von einem Aufstand gesprochen, aber klar ist, dass diese Fragen nicht nur Inhalt eines Zwiegesprächs zwischen Kanzlerin und dem Bundesinnenminister sein können, sondern dass natürlich auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sich mit diesen Themen beschäftigen muss», sagte Herrmann dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen) am Dienstag.

Wie Seehofer fordert auch Herrmann die Möglichkeit, Flüchtlinge unmittelbar an der Grenze abweisen zu können. «Ich kenne auch namhafte Personen aus der CDU, die sagen, es muss möglich sein, an der Grenze mehr Personen, die kein Recht haben als Flüchtlinge aufgenommen zu werden, unmittelbar an der Grenze abzuweisen. Das würde die Sache wesentlich vereinfachen und auch umgekehrt die Integration derer, die ein Aufnahmerecht haben, deutlich erleichtern», sagte Herrmann.