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Fehmarnbelttunnel: Neu entdeckte Riffe werden berücksichtigt

Kiel (dpa/lno) – Beim geplanten Bau des Fehmarnbelttunnels werden nun auch neu entdeckte Riffstrukturen in der Nähe der künftigen Trasse berücksichtigt. Zehn Monate nach Abweisung sämtlicher Klagen gegen den Bau durch das Bundesverwaltungsgericht habe das Land einen Planänderungsbeschluss für das Projekt erlassen, teilte der Kieler Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag mit. Für die drei neu entdeckte Riffe seien Ausgleichsflächen geschaffen worden, erläuterte ein Sprecher des Ministeriums.

«Damit haben wir alle Hausaufgaben erledigt, die uns das Gesetz und letztlich auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auferlegt hat», sagte Buchholz. Bei den im letzten Jahr entdeckten Biotopen handelt es sich um drei Riffflächen im Einflussbereich des Tunnels.

Wirtschaftsminister Buchholz zeigte sich zuversichtlich, auf deutscher Seite noch in diesem Jahr den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten im Bereich der Riffflächen geben zu können. Er erinnerte daran, dass seit vergangenem Jahr auf dänischer Seite bereits am Tunnel gebaut werde.

Der etwa 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll voraussichtlich von 2029 an die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Der Absenktunnel soll die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen von bislang fünf Stunden auf künftig unter drei Stunden verkürzen. Absenktunnel bestehen aus vorgefertigten Betonteilen, die in einen Graben auf dem Meeresgrund abgesenkt werden.

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