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Hoeneß kritisiert Verhalten Englands während der EM

Ismaning (dpa) – Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat das Verhalten englischer Fans vor dem Finale der Fußball-EM hart kritisiert. Die Engländer hätten sich «in jeder Hinsicht unmöglich verhalten», sagte der 69-Jährige am Sonntag im Sport1-«Doppelpass». Hoeneß ärgert es, dass sich im Rahmen des Achtelfinales England gegen Deutschland Fans gegen ein kleines weinendes deutsches Mädchen gewandt hatten oder dass bei der Hymne Dänemarks gepfiffen worden war. Das habe nichts mit «Sportsmanship» zu tun, sagte Hoeneß.

Hoeneß sieht die über 60 000 Zuschauer im Wembley-Stadion mit Sorge. Diese «provozieren Infektionen», sagte Hoeneß. Dazu habe das Land als Premierminister Boris Johnson, «den ich überhaupt nicht mag», und der solle nicht im Stadion als Europameister feiern. Außerdem sei das Land durch den Brexit «aus Europa eigentlich draußen». England sei aber «ganz verdient» im Endspiel, räumt Hoeneß ein, der aber Italien die Daumen drückt.

Bei seinem EM-Fazit fiel Hoeneß eine Entwicklung auf. «Sehr wahrscheinlich ist das möglicherweise ein neuer Trend. Bisher wurden ja solche Europameisterschaften und Weltmeisterschaften von Superstars geprägt, und diesmal ist es die Mannschaft», sagte Hoeneß. Beim versierten Spiel der Italiener «lacht einem das Herz im Leibe».

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