© Peter Kneffel

Herrmann: Suche nach Corona-Impfstoff auf gutem Weg

München (dpa/lby) – Nach Beratungen mit drei Impfexperten hat die bayerische Staatsregierung optimistische Signale für einen baldigen Corona-Impfstoff gesandt. Die Experten hätten zwar keine konkreten Daten genannt, wann welcher Impfstoffkandidat wie weit sei, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Er sprach aber von einer «insgesamt sehr positiven Bewertung der Gesamtlage auf dem Weg zur Erreichung eines Impfstoffs». Angesichts dieser schnellen Entwicklung könne man schon froh sein, im 21. Jahrhundert zu leben, betonte der CSU-Politiker.

Einerseits rief Herrmann schon jetzt dazu auf, sich impfen zu lassen, wenn es soweit sei. Ziel sei, dass sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung impfen ließen. «Es müssen da viele mitmachen, um eine allgemeine Immunität zu bekommen», sagte Herrmann. «Und dafür kann man nur werben.»

Andererseits betonte Herrmann, es werde nicht auf einen Schlag einen Impfstoff für alle geben, das werde über einen gewissen Zeitraum passieren. Man werde deshalb in Deutschland und Bayern eine Impfstrategie entwickeln – also eine Art Reihenfolge, welche Bevölkerungsgruppen, wenn es so weit ist, wann geimpft werden.