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Grüne: Opfern von Wiesnattentat schnell helfen

München (dpa/lby) – Die Grünen im bayerischen Landtag haben zum 40. Jahrestag des Oktoberfestattentats die Forderung nach einer raschen Unterstützung für die Opfer unterstrichen. «Es darf nicht mehr lange dauern. Es muss schnell, unbürokratisch und angemessen – nicht als Almosen – reagiert werden», verlangte am Dienstag Opferanwalt Werner Dietrich, der 2014 die neuen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft in Gang gebracht. Die Opfer seien mittlerweile zwischen 60 und 90 Jahre alt. Von 221 Verletzten gehe es um rund 60 bis 100, die noch lebten und in Frage kämen. Bei dem schwersten rechtsterroristischen Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik am 26. September 1980 starben 13 Menschen, darunter der rechte Attentäter Gundolf Köhler.

Die neue Einstufung der Tat als nicht privat motiviert, sondern rechtsterroristisch und damit mit gesellschaftspolitischer Dimension, eröffne auch neue Möglichkeiten hinsichtlich der Entschädigung, sagte Dietrich. Er hatte im Sommer einen detaillierten Vorschlag zu einem gemeinsamen Fonds von Bund, Land und Stadt vorgelegt, an dem sich nach seiner Vorstellung auch die Wiesnwirte beteiligen sollten.

Die Stadt München hatte bereits Mittel für die Opfer bereitgestellt. Nun geht es auch um Bund und Land. Der Freistaat müsse Mittel bereitstellen, um den Menschen Entschädigungen für jahrzehntelanges Leid zu gewähren, sagte der bayerische Grünen-Abgeordnete Cemal Bozoglu. Zudem müssten Opferberatungsstellen ausgebaut werden.

Überlebende und Hinterbliebene müssten zudem Zugang zu Leistungen aus den Bundesfonds für rechte Terroropfer erhalten. Dafür müsse sich die Staatsregierung in Berlin einsetzen. Die Frage hatten im Juli schon die Grünen im Bundestag aufgeworfen.