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Fürth verspielt 2:0-Vorsprung: Nur Remis gegen Bielefeld

Fürth (dpa/lby) – Die SpVgg Greuther Fürth hat im Kampf um den Klassenverbleib eine Riesenchance vergeben. Die Franken mussten sich am Sonntag im ersten von drei Heimspielen am Stück nach einer 2:0-Pausenführung mit einem 2:2 gegen Arminia Bielefeld zufrieden geben. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist weiter komfortabel, aber sicher können sich die Fürther längst noch nicht sein. Am Donnerstag gegen Dynamo Dresden und am Sonntag gegen Darmstadt stehen zwei weitere Heimspiele an.

«Wir haben ein richtig gutes Spiel gesehen», sagte Trainer Stefan Leitl nach dem Remis. Vieles sei nach der Pause allerdings gegen sein Team gelaufen. «Ich glaube mit etwas mehr Glück hätten wir am Ende aber noch gewinnen können und hätten das auch durchaus verdient gehabt», sagte der Coach.

Etwas kurios fiel der Führungstreffer: Ein Schuss von Julian Green prallte an den Pfosten, von dort an Arminen-Torhüter Stefan Ortega und von diesem ins Tor (10. Minute). Daniel Keita-Ruel erhöhte vor 9440 Zuschauern per Konter auf 2:0 (23.). Danach schlug Gäste-Torjäger Fabian Klos zweimal zu (47./65. Minute). «Das war bitter. Wenn man 2:0 führt, will man das natürlich gewinnen», sagte Green.

Fürth erwischte in einem temporeichen Spiel den besseren Start und führte schnell mit 2:0. So kurios das 1:0 war, so sauber war der Konter vor dem zweiten Treffer herausgespielt. Über Marco Caligiuri und Fabian Reese kam der Ball zu Keita-Ruel, der sicher abschloss. Bielefeld kam danach zwar besser ins Spiel, doch die Gäste waren nicht zwingend genug.

Das änderte sich gleich zu Beginn der zweiten Hälfte, die Fürths Coach Stefan Leitl nach einem Disput mit Schiedsrichter Alexander Sather von der Tribüne aus verfolgen musste. «Du bist so arrogant, das ist so schlecht», kritisierte Leitl den Referee. Ihn wurmte, dass es nicht zum Dialog mit dem Schiedsrichter gekommen war.

Von seinem neuen Sitzplatz aus sah der 41-Jährige, wie Bielefeld zurückkam. Klos nutzte eine zu zaghafte Fürther Defensive und köpfte nach einer Hereingabe von Cedric Brunner zum 1:2 ein. Auch beim Ausgleich spielte Klos seine Kopfballstärke aus. «Klar war das auch etwas nachlässig verteidigt. Aber Klos ist auch in der 2. Liga einer der besten Stürmer», sagte Mittelfeldakteur Paul Seguin.

Nach dem 2:2 kamen die Fürther wieder besser ins Spiel. Ein Tor-Comeback glückte aber ebenso wenig wie den Gästen die komplette Wende. Die hatte Greuther Fürth im verrückten Hinspiel geschafft. Damals hatten sie nach einem 0:2-Rückstand zur Pause mit 3:2 in Bielefeld gewonnen.