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Greuther Fürth im Glück: Heimsieg mit Joker-Toren

Fürth (dpa/lby) – Mit zwei Joker-Toren hat die SpVgg Greuther Fürth einen glücklichen Last-Minute-Sieg gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg erkämpft. Die eingewechselten Shawn Parker (88. Minute) und Richard Magyar (90.+3) sorgten mit ihrem Doppelschlag für das 3:2 (1:1) in einem turbulenten Zweitliga-Fußballspiel. Die Franken schlossen mit 23 Punkten zum Tabellendritten 1. FC Union Berlin auf.

«Mit Leidenschaft haben wir diesen Sieg erzwungen», kommentierte Damir Buric im TV-Sender Sky. Der Fürther Trainer kündigte aber eine intensive Aufarbeitung an: «In punkto Zweikämpfe waren wir brutal schlecht.» Der Aufwärtstrend aber wurde nach zuletzt drei sieglosen Partien im ersten Spiel nach der Länderspielpause gestoppt.

Lange sah es im Sportpark Ronhof für Michael Oenning nach einer erfolgreichen Premiere als Magdeburger Coach aus. Vor 9390 Zuschauern führte der Tabellenvorletzte durch das Sturmduo Christian Beck (40. Minute) und Felix Lohkemper (49.) bis in die Endphase mit 2:1. «Das tut schon weh», äußerte Oenning, einst Coach des 1. FC Nürnberg, nach dem Abpfiff. Angreifer Daniel Keita-Ruel hatte die Fürther mit seinem achten Saisontor zunächst in Führung gebracht (30.).

Im neuformierten 3-5-2-System mit zwei Stürmern spielten die Gäste couragiert mit. Die Fürther fanden schwer ins Spiel, schlugen aber nach einem langen Pass von Sebastian Ernst durch Keita-Ruel zu. FCM-Torwart Alexander Brunst sah bei dem Volleyschuss schlecht aus.

Dann jubelte Magdeburg: Nach feiner Vorarbeit von Lohkemper traf Beck im Nachschuss. Der starke Lohkemper versetzte kurz nach der Pause Marco Caligiuri und traf mit einem satten Schuss ins lange Eck. Fürth kippte die Partie spät: Parker zirkelte einen Freistoß über die Mauer ins Tor. Und Magyar war nach einem Eckball mit dem Kopf erfolgreich.