Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei., © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Greifvogel mit Schlafmittel vergiftet

Ein Greifvogel ist in Mittelfranken verendet, nachdem er einen vergifteten Köder gefressen hat. Eine toxikologische Untersuchung habe ergeben, dass ein in Gerolfingen (Landkreis Ansbach) tot aufgefundener Rotmilan mit dem Wirkstoff Pentobarbital vergiftet worden ist, teilte die Regierung von Mittelfranken am Mittwoch mit. Die Substanz werde in der Humanmedizin als Schlafmittel und in der Tiermedizin als Mittel zum Einschläfern verwendet. Unbekannte hätten offensichtlich gezielt Köder ausgelegt, um Greifvögel zu töten.

Im vergangenen Jahr waren zahlreiche Greifvögel getötet worden – allerdings mit dem seit 2007 in der EU verbotenen Insektizid Carbofuran. Es sei erschreckend, dass streng geschützte Arten wie Wanderfalke, Habicht, Rotmilan, Mäusebussard, aber auch Eulen, Störche, Reiher und Raben illegal getötet werden», sagte Markus Bachmann, Vorsitzender der Kreisgruppe Ansbach des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). Die Gruppe hofft auf Zeugenhinweise.