Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Oberfranken befürchtet in Zukunft noch mehr Arbeitsstunden und weniger Ruhepausen

Überstunden, Arbeiten am Wochenende und in der Nacht – Für Mitarbeiter in der Gastronomie auch in der Region Bamberg-Forchheim nichts Ungewöhnliches. Doch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Oberfranken befürchtet in Zukunft noch mehr Arbeitsstunden und weniger Ruhepausen. Auslöser für die Angst der Gewerkschaft ist der Koalitionsvertrag zwischen der Union und der SPD! Darin ist die Rede von Experimentierräumen, um eine Öffnung für mehr selbst bestimmte Arbeitszeit der Arbeitnehmer und betriebliche Flexibilität zu erproben. Ein Konzept, dass in Österreich bereits praktiziert wird. Seit September sind dort 12-Stunden-Tage und eine Arbeitszeit von bis zu 60 Stunden möglich, kritisiert NGG-Geschäftsführer Michael Grundl. Statt immer wieder zu fordern, die Arbeitszeiten zu lockern, sollten die Arbeitgeber die vorhandene Mehrarbeit lieber auf mehr Schultern verteilen und neues Personal einstellen, fordert Grundl. In der Region Forchheim arbeiten rund 2330 Menschen in der Gastronomie – in der Region Bamberg sind es rund 3950 Beschäftigte.