Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen., © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Gewaltverbrechen vor Gericht

Sie sollen ihren Zellengenossen geschlagen, getreten und gegen seinen Willen tätowiert haben. Wegen dieser Vergehen mussten sich zwei Häftlinge der Hofer JVA vor dem Landgereicht Hof verantworten. Nun ist das Urteil gefallen: Der ältere Angeklagte ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, sein jüngerer Mit-Insasse zu zwei Jahren.

Der jüngere Angeklagte hatte im Verlauf des Prozesses betont, nicht direkt bei den Misshandlungen mitgemacht zu haben – eingegriffen habe er aber auch nicht. Bei der Urteilsverkündung hat er gesagt, er würde es ungeschehen machen, wenn er könnte. Beide Angeklagte haben sich außerdem erneut für ihre Taten entschuldigt. Der ältere Angeklagte hat dabei aber betont, dass beide Männer in gleichem Maße an den Misshandlungen beteiligt waren. Sein Zellengenosse wolle sich demnach vor Gericht nur aus der Schusslinie ziehen. Beide Männer haben das Urteil angenommen.

Beide müssen außerdem in eine Entzugsklinik.