Der Bildhauer Herbert Deiss steht neben einem Entwurf eines Modells von Gerd Müller., © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Gerd-Müller-Denkmal wird in Geburtsstadt enthüllt

Das schwäbische Nördlingen setzt dem verstorbenen Weltklasse-Torjäger Gerd Müller ein Denkmal. Am Donnerstag (18.00 Uhr) wird die lebensgroße Statue in der Heimatstadt des Fußball-Weltmeisters enthüllt. Anlass ist der Geburtstag Müllers – der spätere FC-Bayern-Star war am 3. November 1945 in Nördlingen geboren worden. Die Stadt kündigte an, dass auch Weggefährten Müllers, die als Fußball-Profis mit ihm Erfolge gefeiert haben, zur Enthüllung kommen würden.

Die Bronzeskulptur stehe künftig in seinem früheren Viertel in der Altstadt, berichtete die Verwaltung. Die rund 22.000 Bürgerinnen und Bürger große Stadt bezeichnet Müller als ihren «berühmtesten Sohn». Er war im August 2021 im Alter von 75 Jahren gestorben. Wegen seiner zahlreichen Tore ist der Stürmer auch als «Bomber der Nation» bekannt.

Das Denkmal zeigt Müller beim wichtigsten Tor seiner Laufbahn, dem Siegtreffer zum 2:1 gegen die Niederlande im WM-Finale 1974 im Münchner Olympiastadion. Die Statue wurde von dem Aschaffenburger Bildhauer Herbert Deiss gestaltet und von der Glocken- und Kunstgießerei Rincker im mittelhessischen Sinn hergestellt.

Zunächst wollte die Kommune das Denkmal außerhalb der Stadtmauer aufstellen. Dagegen gab es Proteste, weil Einwohner einen zentraleren Ort forderten. Nach einer Unterschriftensammlung legte der Stadtrat dann einen neuen Platz für das Fußballer-Denkmal in der Innenstadt fest. An der Finanzierung haben sich auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der FC Bayern München beteiligt.