© Matthias Balk

Genzel würde gerne mit US-Kollegin Ghez zusammenarbeiten

Garching (dpa) – Reinhard Genzel hat sein Verhältnis zu seiner US-Kollegin Andrea Ghez, mit der er sich eine Hälfte des diesjährigen Physik-Nobelpreises teilt, als «fairen Wettbewerb» bezeichnet. «Andrea und ich kennen uns lange lange Zeit, sind gute Kollegen», sagte der Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching über Ghez, die an der University of California in Los Angeles (UCLA) forscht.

«Die Sache mit UCLA und uns ist sicherlich nicht einfach», betonte Genzel am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Garching. «Es ist ein Wettbewerb. Es ist ein Wettbewerb zweier Großobservatorien, einmal auf dem Keck in Hawaii und dann an der Europäischen Südsternwarte. Es ist auch ein Wettbewerb in gewissem Sinne der Systeme.»

Dieser Wettbewerb sei eigentlich immer sehr fair gewesen. «Wir müssen sehen, (…) ob jetzt vielleicht die Zeit ist, nachdem wir beide gekrönt sind sozusagen, dass wir jetzt mal auch zusammenarbeiten, denn das würde ich gerne.»