© Rolf Vennenbernd

Gelder des Schul-Digitalpakts in Geräteausstattung

Berlin/München (dpa/lby) – Bayern hat die Gelder des «Digitalpakts Schule» des Bundes bislang hauptsächlich in Computer und Tablets für Schüler und Lehrer investiert. Das geht aus dem halbjährlichen Bericht des Bundesbildungsministeriums hervor, der die Rückmeldungen der Länder zum Abruf der Gelder zusammenfasst. Bislang ist das Geld aus Berlin aber nur zu einem kleinen Teil abgerufen worden.

Zwei Jahre nach dem Start des Programms fließen die Fördergelder weiterhin nur langsam. Zum Stichtag 30. Juni waren von dem mittlerweile auf 6,5 Milliarden Euro angewachsenen Topf des Bundes 852 Millionen Euro abgerufen, davon gingen etwas mehr als 160 Millionen Euro nach Bayern. Beantragt und bewilligt, aber noch nicht abgerufen waren bundesweit rund 1,4 Milliarden Euro, in den Freistaat sollten davon knapp 61 Millionen Euro fließen.

Wie es in dem Bericht über die Digitalisierung der bayerischen Schulen hieß, wurde 2021 insbesondere in Schülerleihgeräte investiert. «Die Zahl der mobilen Endgeräte hat sich in nur knapp zwei Jahren auf 368.000 fast verdreifacht, die der Schülergeräte im selben Zeitraum auf 232.000 sogar nahezu verfünffacht», wurde ausgeführt. Mitte 2021 hätten zudem die Lehrer, die früher oft mit eigener Technik arbeiten mussten, 47.000 Dienstrechner gehabt.

«Als wichtiges Etappenziel des digitalen Infrastrukturausbaus wurde im Juni 2021 die für Ende 2023 anvisierte Zahl vom 50.000 digitalen Klassenzimmern vorzeitig erreicht.» Diese Räume hätten einen digitalen Lehrerarbeitsplatz, einen Beamer oder Großmonitor, eine Dokumentenkamera, ein Funknetzwerk (Wlan) und somit schnurloses Internet. Knapp 60 Prozent der Klassenzimmer hätten nun Wlan, im Jahr 2019 sei es erst ein Drittel gewesen.

© dpa-infocom, dpa:210901-99-52162/3