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Gedenken zum 38. Jahrestag des Oktoberfestattentats

München (dpa/lby) – Zum 38. Jahrestag des rechtsextremen Oktoberfestattentats wollen heute Angehörige der Opfer, Betroffene und Vertreter der Münchner Stadtgesellschaft am Haupteingang des Festgeländes an das Verbrechen erinnern. Eine Bombe aus 1,39 Kilo TNT riss am 26. September 1980 zwölf Volksfestbesucher in den Tod, mehr als 200 wurden verletzt. Zudem starb der Attentäter Gundolf Köhler, ehemals Anhänger der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Bis heute sind die genauen Hintergründe unklar. Seit Dezember 2014 ermittelt die Bundesanwaltschaft neu. Vermutet wird, dass Köhler die Tat nicht allein verübte, sondern Komplizen hatte.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der bei dem Gedenken das Grußwort sprechen wird, hatte bereits im vergangenen Jahr auf weitere Aufklärung in dem Fall gepocht.

Seit Anfang September erinnert in München neben dem Mahnmal am Oktoberfesteingang auch eine Gedenktafel am Rathaus an den schwersten rechtsradikalen Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik.