Ritter Udo sticht während der Generalprobe auf den Drachen ein., © picture alliance / Armin Weigel/dpa/Archivbild

«Further Drachenstich» feiert Premiere nach Corona-Pause

Der «Further Drachenstich» ist ein emotionsreiches Spektakel mit Feuer, Kampf und einem riesigen Roboter. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause steht am Freitag die Premiere der Drachenstich-Festspiele in Furth im Wald (Landkreis Cham) auf dem Programm. Im Mittelpunkt steht der Drache, ein 15,5 Meter langer und elf Tonnen schwerer, feuerspeiender Roboter mit zwölf Metern Flügelspannweite.

Nach einem Festgottesdienst folgt ab 20 Uhr das Freilichtspiel auf dem Stadtplatz. Die zwölfte und letzte Aufführung der Saison ist nach Veranstalterangaben für Sonntag, 21. August geplant. Zu den Festspielen gehören unter anderem Volksfestbetrieb, Mittelaltermarkt, Festschießen und ein historischer Festumzug.

Mehrere hundert Mitwirkende spielen eine Legende aus der Zeit der Hussitenkriege im Jahr 1431 nach. Damals soll Furth von einem Drachen bedroht worden sein: Das Ungetüm ist durch einen Fluch gebannt und kann den Menschen nichts anhaben, jedoch kann ihn das bei einem Krieg vergossene Blut ins Leben zurückholen. Dann setzen die Menschen den Frieden aufs Spiel. Es kommt zum berühmten Drachenkampf. Und so steht die Legende für den Kampf zwischen Gut und Böse.

Der «Further Drachenstich» kann eine mehr als 500-jährige Geschichte aufweisen und gilt als Deutschlands ältestes Volksschauspiel. Im Jahr 2018 wurde das Historienspiel auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Unesco gesetzt.