Für Brose Bamberg heißt es heute Abend alles oder nichts.

Nach den beiden Niederlagen zuhause gegen Vechta und in der Basketball Champions League bei Lietkabelis steht das BBL-Pokal-Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn an. Aber nicht nur Bamberg, sondern auch die Gäste befinden sich im Krisenmodus. Denn die Bonner haben ebenfalls ihren Trainer Predrag Krunic ersetzt. Eine Mannschaft bleibt also weiter im Tief, für die andere geht es ins Pokalfinale. Spielbeginn in der Bamberger Brose Arena ist um 18 Uhr und Radio Bamberg überträgt wieder live vom Spielfeldrand.

 

 

Medieninformation von Brose Bamberg:

 

Brose empfängt Bonn zum Pokalhalbfinale

Am Sonntag steigt in Bamberg das Halbfinale des MagentaSport BBL Pokals zwischen Brose Bamberg und den Telekom Baskets Bonn. Jump in der BROSE ARENA ist um 18:00 Uhr. Radio Bamberg überträgt live. Das Spiel wird präsentiert von Hans Müller Medizintechnik.

Beide Teams befinden sich im Krisenmodus. Während Brose in der easyCredit BBL nach der Niederlage gegen RASTA Vechta den bisherigen Head Coach Ainars Bagatskis beurlaubte und mit viel Hoffnung und Zuversicht den langjährigen Assistant Coach Federico Perego zum Cheftrainer beförderte, zogen die Telekom Baskets Bonn nach ihrer zurückliegenden Niederlage in der Basketball Champions League gegen Fribourg nach und ersetzten Cheftrainer Predrag Krunic bis auf weiteres durch den bisherigen Assistant Coach Chris O’Shea. Gleichzeitig trennten sich die Rheinländer von ihrem bisherigen Topscorer Ra’Shad James.

Das ohnehin aufgeladene Duell zwischen den beiden langjährigen Konkurrenten bekommt durch die momentane Situation einen zusätzlichen Reiz: Während sich eines der Teams aus der Krise und ins Finale spielen kann, geht es für den Unterlegenen im Tal der Tränen weiter. Dabei ist das Tal objektiv betrachtet für Bamberg nicht so tief wie für Bonn: Die Oberfranken stehen in der easyCredit BBL auf Platz fünf. In der Basketball Champions League fehlt noch ein Sieg zum Erreichen der Top16. Die erste Chance auf den vorzeitigen Einzug in die nächste Runde haben die Brose-Jungs aber zunächst verpasst. Gegen Lietkabelis BC gab es zuletzt eine Niederlage. Bonn kämpft in der Bundesliga aktuell von Platz zehn um den Anschluss an die Playoff-Plätze. Im internationalen BCL-Geschäft soll zumindest das Minimalziel Platz sechs erreicht werden, um eine Etage tiefer im FIBA Europe Cup weiter aktiv bleiben zu können. Beiden Mannschaften käme es sehr gelegen, mit einem Einzug ins Pokalfinale die Chance auf den ersten Titel der Saison wahren und für positive Schlagzeilen sorgen zu können.

Am elften Spieltag trafen beide Mannschaften in der BBL aufeinander. Brose Bamberg setzte sich in heimischer Halle mit 77:70 durch. Allerdings waren es letztlich Kleinigkeiten, die das Spiel zu Gunsten der Gastgeber entschieden. Zudem traf Bonn nur 5/26 Dreipunktversuchen. Dass das nochmal passiert, ist unwahrscheinlich. Anbieten, um die Rheinländer ins Finale zu schießen, würde sich Josh Mayo, der nach dem entlassenen Topscorer Ra’Shad James mit knapp über zwölf Zählern im Schnitt jetzt die beste Bonner Offensiv-Option ist. Martin Breunig kommt auf 10,8 Punkte. Auch Yoman Polas Bartolo kann ein Spiel rausreißen. Der bissige Verteidiger erzielte im Ligaspiel 15 Zähler, was gleichzeitig seine Saisonbestleistung darstellt.

Federico Perego: „Wie immer, wenn es gegen Bonn geht, wird es ein schweres Spiel. Wir arbeiten momentan sehr viel, um uns zu verbessern. Meine Spieler geben wirklich alles. Wie ich es vor ein paar Tagen bereits gesagt habe, bin ich sicher, dass unsere Fans alles dafür tun werden, um uns in bestem Maße zu unterstützen und zu pushen. Vor allem in den schweren Momenten gibt uns das eine Menge Energie.“

Bei Bamberg erzielte Augustine Rubit die meisten Punkte. Ausgerechnet sein Einsatz ist ebenso wie der von Patrick Heckmann mehr als fraglich. Im letzten Spiel setzten beide aus. Rice, Jelovac und Hickman heißen die offensiven Alternativen der Bamberger. Die Erfahrung der Veteranen könnte am Ende in der anstehenden Nervenschlacht den Ausschlag für Bamberg geben. Allerdings, so formuliert es Bambergs Urgestein Daniel Schmidt, sei „nichts momentan wichtiger, als dass wir alle zusammenhalten. Verein, Trainer, Team, Fans. Bamberg hat immer ausgemacht, dass wir eine große Familie waren, die nichts auseinandergebracht, die sich immer unterstützt hat. Dieses Wir-Gefühl brauchen wir momentan dringender denn je. Daher: alle zusammen für Freak City!“

Für Brose Bamberg geht es danach weiter mit der nächsten Chance, die Top16 der BCL in der BROSE ARENA zu buchen. Am Mittwoch (20:00 Uhr) müssen dazu die Telenet Antwerp Giants besiegt werden.