© FC eintracht Bamberg

Frust beim FC Eintracht Bamberg nach Spielabbruch

Beim FC Eintracht Bamberg sind Spieler, Trainer und Verantwortliche frustriert. Der Grund: in der Partie der Bayernliga-Nord hat der FCE bei der DJK Gebenbach in der 76. Minute mit 1 zu 0 geführt. Die Oberpfälzer waren außerdem nach einer Gelb-Roten Karte mit einem Mann weniger auf dem Platz. Doch wegen Nebel hat der Schiedsrichter das Spiel zunächst auch zu Recht unterbrochen – dann aber nicht mehr angepfiffen. Und das macht die Eintracht um ihren Abteilungsleiter Sascha Dorsch wütend:

Die Eintracht hat fristgerecht Einspruch gegen die Spielwertung gelegt, große Erfolgsaussichten gibt es da aber wohl kaum. Es wird laut Sascha Dorsch wohl zu einer Spielwiederholung kommen, sprich das Spiel wird bei Minute 0 neu angesetzt.

 

Zum Titelbild:

Spielabbruch: Bambergs Christopher Kettler steht das Unverständnis ins Gesicht geschrieben: Obwohl beide Mannschaften weiterspielen wollen, entscheidet Schiedsrichter Jürgen Steckermeier auf Spielabbruch.

 

Hier die Info der Eintracht:

Unwürdiges Ende eines Spitzenspiels

Es läuft die 76. Minute im Spitzenspiel in der Bayernliga zwischen der DJK Gebenbach und dem FC Eintracht Bamberg: die „Domreiter“ führen mit 1:0, die Gebenbacher, die sich im ganzen Spiel keine zwingende Torchance erarbeitet hatten, sind nach einer gelb-roten Karten in Unterzahl. Und dennoch sitzen die Bamberger kurze Zeit später im Mannschaftsbus nach Hause und sind zutiefst frustriert.

Was war passiert? Nachdem bereits seit Spielbeginn Nebelfelder auf den Platz gewabert sind, unterbrach der Schiedsrichter in besagter Spielminute die Partie. Zu diesem Zeitpunkt auch zurecht, da die Beeinträchtigung des Spielflusses zu hoch war. Die Ansage der Unparteiischen: „Wir warten 30 Minuten, wenn sich die Sicht gebessert hat, wird weitergespielt!“.

Nach 30 Minuten dann brach das Gespann die Partie endgültig ab, obwohl sich die Sichtverhältnisse auch nach Meinung unparteiischer Beobachter wieder gebessert hatte und beide Mannschaften weiterspielen wollten.

In den 76 Minuten zuvor hatten die „Domreiter“ gut ins Spiel gefunden. Bereits nach vier Minuten setzte sich Tobias Linz stark auf der linken Seite durch, seine scharfe Flanke fand keinen Abnehmer. Über die linke Seite viel dann auch der Führungstreffer der Bamberger. Linz flankte in den Strafraum, David Lang behauptete den Ball und passte kurz auf Linz zurück, der den freistehenden Moritz Kaube bediente, der aus kurzer Distanz einnetzte. Gebenbach fand in der Folge besser ins Spiel, ohne sich aber zwingende Torchancen erarbeiten zu können.

Auch nach dem Wechsel rieben sich die Oberpfälzer an der erneut souveränen Abwehr um Christopher Kettler und Felix Popp auf. Das Spielgeschehen fand weitgehen im Mittelfeld statt, die Schlussleute beider Teams wurden kaum geprüft. Eine weitere Schlüsselszene dann in der 61. Minute: Gebenbachs Jonas Lindner agierte im Zweikampf übereifrig und musste mit seiner zweiten gelbe das Feld verlassen. Alles deutete also auf einen verdienten Sieg der Bamberger hin, ehe eben in den Schlussminuten das Schiedsrichtergespann den Akteuren das Heft des Handelns aus der Hand nahm.

FC Eintracht Abteilungsleiter fasst die Stimmung im Team zusammen: „Wir kämpfen seit Wochen mehr mit äußeren Umständen wie Stadionsperren oder Spielabbrüchen als mit gegnerischen Teams. Uns bleibt heute nur tiefer Frust, dass durch die Spielleitung ohne Not in das Geschehen eingegriffen wurde und eine sportliche Auseinandersetzung auf hohem Niveau somit ein vorzeitiges Ende fand. Und die Aussicht, in diesem oder im neuen Jahr erneut nach Gebenbach fahren zu müssen und dort wieder bei Null anzufangen. Hut ab, wie die junge Mannschaft das alles wegsteckt.“

 

 

 

Philipp Hack sorgte erneut für viel Dynamik im Offensivbereich, scheitert hier knapp an Gebenbachs Torhüter Christoph Lindner.