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Früherer Ski-Star sorgt sich um Wintersport-Nachwuchs

München (dpa/lby) – Der ehemalige Ski-Star Felix Neureuther macht sich Sorgen um die Nachwuchsarbeit im Wintersport. Die Folgen der Corona-Pandemie für Kinder seien «brutal» und «nicht mehr aufzuhalten», sagte Neureuther bei einer Pressekonferenz am Dienstag in München. Zusammen mit Bayerns Sportminister Joachim Herrmann (CSU) gab Neureuther den Startschuss für das Projekt «Beweg dich schlau! Championships».

Ziel der Kampagne ist es, Kinder und Jugendliche wieder zu mehr Sport und Bewegung zu animieren. Über Aktionstage an bayerischen Schulen können sich Schulklassen für «das große Finale» im Rahmen der European Championships im August 2022 im Münchner Olympiapark qualifizieren.

Derartige Projekte sind Neureuther zufolge auf der einen Seite «etwas Tolles und auch etwas Positives». Auf der anderen Seite sei es traurig, «dass man Kindern Gutscheine bieten muss», um sie wieder zu den Vereinen zu locken. «Man muss ihnen heutzutage etwas an die Hand geben, damit etwas passiert», sagte Neureuther.

Der 37-Jährige hofft, dass dieses Jahr wieder mehr Kinder in den Schnee und an die frische Luft können. Im vergangenen Winter war das wegen strenger Corona-Maßnahmen nicht immer möglich. Neureuther hat mit der früheren Biathletin und Skilangläuferin Miriam Neureuther (ehemals Gössner) zwei Kinder.

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