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Freistaat will neue Sportförderung für Kommunen und Vereine

München (dpa/lby) – Die Staatsregierung will Sportvereinen in strukturschwachen Regionen in Bayern beim Bau von Sportstätten finanziell unter die Arme greifen. Das Kabinett wolle dazu ein spezielles Förderprogramm auf den Weg bringen, sagte Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags. «Wir wollen funktionierendes Vereinsleben flächendeckend erhalten», betonte er.

In vielen ländlich geprägten Gebieten, insbesondere in solchen mit Bevölkerungsabnahme, lasse sich trotz der erheblichen staatlichen Förderung ein Sanierungsstau bei den vereinseigenen Sportstätten feststellen. Zwar sei ein entsprechendes Förderprogramm des Freistaats bereits sehr erfolgreich, wegen der geringeren Finanzkraft einiger Kommunen und der Vereine in den strukturschwachen Räumen könnten notwendige Sanierungsmaßnahmen oft trotzdem nicht mehr geleistet werden. «Hier wollen wir mit einer zusätzlichen Förderung speziell für diese Regionen Abhilfe schaffen», sagte Hermann.

Herrmanns Konzept sieht verschiedene Dringlichkeitsstufen mit gestaffelten Fördersätzen vor. «So könnten dann Vereine mit Sitz in Gemeinden, die eine sehr geringe Steuerkraft haben, in die höchste Dringlichkeitsstufe eingruppiert werden», sagte er. Herrmann will den Finanzbedarf für den Doppelhaushalt 2019/20 anmelden. Sollte der Landtag zustimmen, könnte bereits 2019 das Geld fließen.