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Regensburger Remis-Könige plagt «Manko»: Ottos Premierentor

Regensburg (dpa/lby) – Die Fußballer von Jahn Regensburg sind die Remis-Könige der 2. Liga, aber glücklich stimmt sie dieser Titel nicht. Das frostige 1:1 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf war das achte Unentschieden im 21. Saisonspiel – und das dritte nacheinander.

«Wir haben vielleicht zu wenig Glück oder zu viel Pech», philosophierte Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic am Samstag: «Aber in dieser Liga ist jeder Punkt total wichtig und total schwer zu holen. In dieser Saison fehlen uns ein paar Tore, dann wären es auch ein paar Unentschieden weniger.»

Den Zähler gegen den Bundesliga-Absteiger verbuchte Selimbegovic aber als Gewinn auf dem Weg zum erneuten Verbleib in der Liga. Die hohe Anzahl an Unentschieden belegt außerdem, dass der Jahn sehr schwer zu bezwingen ist. Für mehr Siege benannte Selimbegovic ein echtes «Manko, das wir die ganze Saison mitschleppen». Er meinte die zu geringe Torausbeute (24 Treffer). «Wir machen viel zu wenig Tore für das, was wir investieren. Du kannst nicht so oft in dieser Liga zu Null spielen», beklagte der Trainer die zu geringe Effektivität.

Gegen die Fortuna durfte er sich immerhin darüber freuen, dass Winterzugang David Otto (39. Minute) sein erstes Tor für den Jahn gelang, noch dazu ein wunderschönes mit einem präzisen Schuss in die lange Ecke. «Wir wussten, dass er Qualitäten im Sechzehner und um den Sechzehner herum hat», sagte Selimbegovic. Der 21-Jährige sei gut angekommen bei seinem neuen Verein und habe die Regensburger Spielidee schnell verinnerlicht. «Es macht Spaß, den Jungen anzuschauen.»

Gegen den Bundesliga-Absteiger missfiel dem Jahn-Coach nur die Phase unmittelbar nach der Pause, als seine Mannschaft «zu passiv» gewesen sei und prompt den Ausgleich durch Kenan Karaman kassierte (52.). Das Kopfballtor des abseitsverdächtigen Angreifers wurde erst nach einer längeren Überprüfung des Video-Assistenten anerkannt.

«Wenn man Fortuna ein bisschen Raum und Zeit gibt, dann brennt es lichterloh im eigenen Sechzehner», meinte Selimbegovic. Danach fing sich sein Team wieder, wollte wie die Gäste bis zum Schlusspfiff den Sieg erzwingen. «Am Ende haben das die Jungs gut gemacht», lobte Selimbegovic dann doch noch seine Remis-Könige.

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