Förderbank soll bei Abschied von Gas, Öl und Kohle helfen

Die Förderbank LfA des Freistaats soll Bayerns mittelständischen Unternehmen helfen, von fossilen Energien unabhängiger zu werden. Im Mai wird die Bank einen «Energiekredit regenerativ» zur Förderung von Investitionen in Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung aus Basis erneuerbarer Energien auflegen. Das kündigte die Bank am Mittwoch an.

Hauptgeschäft der Förderbank ist die Vergabe zinsverbilligter Kredite an Unternehmen. Eine begrenzte Rolle soll die LfA auch bei der von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger favorisierten Nutzung von Wasserstoff als Energiequelle spielen. «Das wird der größte Transformationsprozess in meinen Augen seit der Industrialisierung», sagte der Freie-Wähler-Chef zur Umstellung der Energieversorgung.

Im vergangenen Jahr vergab die LfA mehr als 3,2 Milliarden Euro Fördermittel an knapp 5900 Unternehmen; neben Krediten umfasst das unter anderem Risikoübernahmen. Das war in der Summe über eine Milliarde Euro weniger als im ersten Pandemiejahr 2020, in dem die LfA mit großem Bedarf an Corona-Hilfen konfrontiert war.

«Für mich erfreulich ist, dass wir 2021 schon wieder deutlich rausgekommen sind aus dem Corona-Krisenmanagement», sagte Aiwanger. 2021 zahlte die LfA noch 488 Millionen Euro an Corona-Hilfen aus. 2020 seien es 1,5 Milliarden Euro gewesen, sagte Vorstandschef Bernhard Schwab. Im vergangenen Jahr zahlte die LfA stattdessen schon wieder mehr Geld zur Förderung von Unternehmensgründungen aus, nämlich 570 Millionen Euro.

Die Maximierung der eigenen Gewinne ist nicht Aufgabe der LfA. Rote Zahlen soll die Förderbank allerdings auch nicht schreiben. 2021 fiel ein Jahresüberschuss von 20 Millionen Euro und damit 5 Millionen weniger als im Vorjahr an.