© Caroline Seidel

Filmpreis für «Der Junge muss an die frische Luft»

München (dpa/lby) – Für den Film «Der Junge muss an die frische Luft» ist Oscar-Preisträgerin Caroline Link mit dem Regiepreis des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnet worden. Link entfalte in dem Film über die Kindheit des Entertainers Hape Kerkeling ihre Fähigkeiten meisterlich, teilte die Jury anlässlich der Verleihung der mit 10 000 Euro dotierten Ehrung am Freitagabend in München vorab mit. «Ob ein Schokomund oder ein roter Kussmund, detailgenau inszeniert Caroline Link Kleinigkeiten des Alltags mit einer Perfektion, die dem Film seine Stimmigkeit in allen Facetten gibt.»

Der Produzentenpreis des Filmpreises wurde in diesem Jahr aufgeteilt und ging mit je 100 000 Euro an die Produzenten der Filme «Trautmann» (Robert Marciniak, Regisseur: Marcus H. Rosenmüller) sowie «Werk ohne Autor» (Quirin Berg, Jan Mojto, Max Wiedemann) von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck. Dessen Künstlerdrama wird im Finale «selbst zum Zeugnis eines künstlerischen Schaffensprozesses», heißt es in der Begründung der Jury. In der Sparte «nicht-englischsprachiger Film» ist das Drama für einen Oscar nominiert. Als beste Darstellerin wurde Marie Bäumer für ihre Rolle in «3 Tage in Quiberon» ausgezeichnet, als bester Darsteller Alexander Scheer als «Gundermann».

Der Bayerische Filmpreis wurde heuer zum 40. Mal verliehen, in 13 Kategorien wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 300 000 Euro vergeben. Weitere Preise gingen unter anderem an «Das schönste Mädchen der Welt» (bester Kinder- und Jugendfilm) und an das Flüchtlings-Drama «Styx» (beste Bildgestaltung). Zusätzlich wurde der Regisseur Roland Emmerich (63) mit dem Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten geehrt, die Krimikomödie «Sauerkrautkoma» wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.