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Feiern bis zum Lockdown: Ein Blick in Münchens Partyszene

München (dpa/lby) – Musik und Spaß mit Freunden auf der Tanzfläche – damit ist es ab Mittwoch in Bayern vorerst wieder vorbei. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen müssen Clubs und Diskotheken erneut dicht machen, obwohl sie erst seit Anfang Oktober wieder geöffnet haben. «Nach sieben Wochen wieder komplett zu schließen, das trifft uns natürlich richtig hart», sagte Angelo Matting, Manager des Hugo Tresor Clubs, am Samstagabend in München. «Wir wissen momentan nicht, wie es weitergeht.»

Mit den strengen Einlassregeln wie dem Vorzeigen eines Impf- oder Gensenen-Nachweises kamen die Gäste gut klar. Souhaila Amade, die an der Tür des Hugo Tresor Clubs kontrolliert, musste nicht groß danach fragen. «Meistens sind die Leute so motiviert zum Feiern, dass sie es selber schon zeigen wollen», berichtete sie. «Deswegen muss ich gar nicht mehr viel sagen, außer „Viel Spaß“.»

Dass Clubs trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nun wieder dicht sind, bedauern auch Gäste wie Karina Kugele, die noch mal alles auskosten wollte. «Ich habe das Gefühl gehabt, es gibt kein Morgen, man spürt die Ausgelassenheit.» An den nahenden Lockdown denke keiner, «weil alle nochmal so richtig „Into the Feeling“» kommen wollen». Das sei «hammer-, hammergeil», schön und ein bisschen traurig.

Clubbetreiber Matting hofft auf die versprochenen Überbrückungshilfen für seine mehr als 40 Beschäftigten. Angesichts der dramatischen Lage hat er auch Verständnis. «Aber irgendwie muss es ja weitergehen, wir müssen wieder ins Leben zurückkehren.»

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