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«Fastnacht in Franken»: Ohne Publikum und ohne Politiker

Veitshöchheim (dpa/lby)- Ohne Publikum und Politiker im Saal – die TV-Prunksitzung «Fastnacht in Franken» in den Mainfrankensälen von Veitshöchheim wird im kommenden Jahr unter Einschränkungen stattfinden. «Die vorläufigen Planungen müssen fast täglich an die sich verändernde Situation angepasst werden. Und am Ende gilt wie beim Lotto: Alles ohne Gewähr!», sagte Tassilo Forchheimer, Studioleiter des Bayerischen Rundfunks bei einem virtuellen Pressegespräch zum Beginn der Fastnachtssaison am 11.11 um 11.11 Uhr. Der Sender überträgt seit der Erstausstrahlung 1987 die Narretei im Fernsehen.

Corona zum Trotz soll die «Fastnacht in Franken» am 5. Februar ausgestrahlt werden – erstmals als Aufzeichnung. Denn zu groß wäre das Risiko, dass sich ein Beteiligter mit dem Virus infiziert. Künstler seien bereits im kreativen Austausch mit der Redaktion und würden vor Ideen «sprudeln». Zudem soll es am 28. Dezember einen «Närrischen Jahresrückblick» geben, gefolgt von Shows wie die «Die Närrische Weinprobe», «Franken Helau» und «Wehe wenn wir losgelassen» im Januar und Februar 2021.

Um den Mindestabstand zu gewähren, können während der Faschingssaison keine Garden auftreten. Vorwiegend werde mit Solisten und Tanzpaaren gearbeitet, sagte Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht-Verbands Franken (FVF). Er betonte, dass durch den Wegfall vieler Veranstaltungen «brauchtumstreibende Gesellschaften vor einem finanziellen Desaster» stünden. «Notwendige Einnahmen, die für die Aufrechterhaltung des Vereinsbetriebs unverzichtbar sind, fehlen – Vereine haben Existenzangst», sagte Anderlik. «Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, trotz aller Widrigkeiten Frohsinn und Heiterkeit zu den Menschen zu bringen.»