Erste Bilanz nach Bewirtungsstart auf der „Unteren Brücke“ in Bamberg

Neuland wagen heißt es seit dem Osterwochenende auf der „Unteren Brücke“ in der Bamberger Innenstadt. Nach den Partyeskapaden im letzten Sommer soll die Bewirtschaftung der Brücke für mehr Ruhe und Ordnung sorgen. Seit Samstag (16.04.) gibt es jetzt also einen Biergarten auf der Brücke. Betreiber Tom Land zeigt sich im Radio Bamberg Interview zufrieden mit dem Start:

Bis Oktober soll die „Untere Brücke“ jetzt erstmal bewirtschaftet werden. Dann wird über die weitere Zukunft entschieden.

 

Stellungnahme Polizei:

 

BAMBERG. Nach dem ersten Wochenende mit professioneller Bewirtung der Unteren Brücke in der Bamberger Altstadt zieht die Polizei ein erstes positives Fazit. Seit Samstag ist die Untere Brücke, die sich zuletzt zum Party-Hotspot entwickelt hat, bestuhlt und bewirtet. Auch nach Betriebsschluss ist ein Sicherheitsdienst vor Ort.

 

Die Polizei wurde im Verlauf des Osterwochenendes zwei Mal zur Unteren Brücke alarmiert. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein 23-Jähriger aus Bamberg vom Sicherheitsdienst gegen 4:00 Uhr Frühs dabei beobachtet, wie er einige Dekorpflanzen über die Brüstung in die Regnitz warf. Gegen den stark alkoholisierten Mann, der angab, dass ihm die Neugestaltung der Brücke nicht gefallen würde, wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.

 

Tags zuvor, in der Nacht von Karfreitag auf Samstag, verschmutzten zwei junge Männer insgesamt 15 Tische, in dem sie diese beim Vorbeigehen anurinierten. Die beiden jungen Männer konnten unerkannt flüchten, die Kosten für die notwendige Reinigung betrugen rund 100,00 Euro. Die Polizei ermittelt auch hier wegen Sachbeschädigung.

Nach den zuletzt stark gestiegenen Einsatzzahlen und Anwohnerbeschwerden wegen auf der Unteren Brücke feiernden Jugendlichen deuten die ersten Erfahrungen nach dem Osterwochenende darauf hin, dass die Bewirtung zu einer deutlichen Beruhigung beitragen könnte. Beschwerden wegen Ruhestörungen gingen bei der Polizei nicht ein. Eine konkrete Verlagerung an andere Orte der Innenstadt kann die Polizei bisher noch nicht erkennen. Ein erstes Fazit wird allerdings erst in einigen Wochen gezogen werden können, wenn die warmen Sommertemperaturen noch mehr Jugendliche auf die Straßen der Bamberger Innenstadt locken werden.