Ermittlungen nach tödlichem Hubschrauber-Unglück im April in Haßfurt

Nach dem tödlichen Hubschrauber-Unglück auf dem Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt im April ermittelt die Staatsanwaltschaft Bamberg jetzt gegen zwei Bundeswehr-Soldaten.

Der Verdacht lautet auf fahrlässige Tötung, wie ein Sprecher der Behörde sagte. Es gehe etwa um die Frage, ob gegen Vorschriften der Flugsicherheit verstoßen wurde. Der Transporthubschrauber der Bundeswehr mit vier Soldaten an Bord hatte am 9. April eine Zwischenlandung eingelegt, um zu tanken. Während er zur Tankstelle rollte, stießen die laufenden Rotorblätter gegen den Tower und Trümmerteile flogen durch die Luft, die einen 60 Jahre alten Flugplatzmitarbeiter trafen und tödlich verletzten. Die vierköpfige Hubschrauberbesatzung blieb unverletzt.

Umherfliegende Trümmerteile hatten bei dem Unfall neben Hubschrauber und Tower auch andere Gebäude und stehende Flugzeuge zum Teil erheblich beschädigt. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.