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Erlanger Professor wehrt sich gegen die Beschlagnahmung seiner Forschungsdaten

Ein Erlanger Professor wehrt sich vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Beschlagnahmung seiner Forschungsdaten. Für ein Forschungsprojekt zu islamistischer Radikalisierung im Gefängnis hatte Mark Stemmler von der Uni Erlangen einen Häftling interviewt, den Ermittler für einen mutmaßlichen Islamisten hielten. Die Generalstaatsanwaltschaft München ließ den Mitschnitt des Tonbands beschlagnahmen. Ihren Angaben nach war der Eingriff in die Forschungsfreiheit gerechtfertigt, weil es um die Aufklärung eines schwerwiegendes Verbrechens gegangen sei. Die Ermittlungen gegen den Gefangenen hat sie inzwischen eingestellt, weil sich der Verdacht nicht erhärtet hatte.