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Klauß will «positive Entwicklung»: Kann Handwerker spielen?

Nürnberg (dpa/lby) – Das Thema Aufstieg will Robert Klauß auch vor dem Start der Restrückrunde mit dem 1. FC Nürnberg öffentlich nicht kommentieren. Das interessiere ihn «einfach überhaupt nicht», betonte der Trainer der Franken vor dem Heimspiel in der 2. Bundesliga am Samstag (13.30 Uhr/Sky) gegen den SC Paderborn. «Wir wollen das Spiel gewinnen. Dann ergibt sich daraus eine neue Tabellenkonstellation und dann können wir die wieder neu bewerten.» An erster Stelle komme die Leistung, dann das Ergebnis und schließlich die Tabellensituation.

Für Klauß bleibt es auch vor dem 19. Spieltag dabei: Ziel ist ein Platz zwischen fünf und acht. Aktuell liegen die Nürnberger Fußballer mit 30 Punkten auf Tabellenrang fünf. «Wir wollen als Verein, als Mannschaft weiter eine positive Entwicklung nehmen», sagte Klauß am Donnerstag ganz allgemein. In der Liga gehe es aber «sehr eng» zu, eine Niederlagenserie lasse einen Verein schnell abrutschen.

Das soll dem «Club» natürlich nicht passieren. Dafür wäre es hilfreich, wenn das Stammpersonal fit bleibt. Ein Einsatz von Linksverteidiger Tim Handwerker ist aber noch nicht sicher. Der 23-Jährige hatte ein Knie im Training überstreckt und daraufhin aussetzen müssen. Wie Klauß sagte, arbeitete Handwerker am Donnerstag aber wieder individuell. «Es sieht ganz gut aus», befand der Coach.

Erste Alternative für Handwerker gegen Paderborn wäre Konstantin Rausch (31), der zuletzt Rückenprobleme hatte. «Koka ist ein erfahrener Spieler», sagte Klauß über den ehemaligen russischen A-Nationalspieler. «Er weiß genau, was seine Aufgaben sind.»

Das trifft auch auf Pascal Köpke zu. Der Sohn des ehemaligen Nationaltorwarts Andreas Köpke war Ende der Hinrunde nach einer langwierigen Kreuzbandverletzung für Kurzeinsätze wieder fit. Im neuen Jahr sollen mehr Minuten für den 26-Jährigen dazukommen.

«Wir sind froh und optimistisch, dass Pascal relativ schnell wieder an sein Leistungslimit rankommt», sagte Klauß. Köpke sei ein Angreifer, der «noch etwas geradliniger agiert» als seine Konkurrenten wie Nikola Dovedan. «Er trainiert gut und ist ein gefährlicher Stürmer.» Im Kader steht Köpke auf jeden Fall.

Der SC Paderborn ist gefährlich – vor allem auswärts. Kein anderer Zweitligist holte in der Fremde mehr Punkte (18) als die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok. «Sie haben eine sehr klare Art Fußball zu spielen», lobte Klauß den Gegner, der stets versuche, sein eigenes «Spiel durchzudrücken.»

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