Bei Iffeldorf (Bayern) ist am 05.06.2015 die Zufahrt auf die A 95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen gesperrt., © picture alliance / dpa/Archivbild

Durchfahrt verboten: Verkehrsbeschränkungen zum G7-Gipfel

Zum G7-Gipfel Ende Juni auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen werden Autofahrer das auf den Straßen in weiten Teilen Bayerns zu spüren bekommen. Etwa ab 23. Juni – voraussichtlich also drei Tage vor Beginn des Treffens – soll der Verkehr weiträumig umgeleitet werden. Schon bei Würzburg werden Reisende darauf hingewiesen, dass sie den Veranstaltungsort umfahren müssen, wie der G7-Planungsstab der Polizei kürzlich bei einer Bürgerinformation in Krün bekanntgab. Staus sind vorprogrammiert – in Nordrhein-Westfalen beginnen am Gipfelwochenende die Sommerferien.

Vom 26. bis 28. Juni kommen die Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen unter Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf Schloss Elmau in Krün zusammen.

Auf der Autobahn 95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen geht es wahrscheinlich vom 23. Juni an nur ein Stück Richtung Süden. Dann könne es je nach Lage sein, dass die Autobahn und andere Straßen schon weit vor Garmisch-Partenkirchen gesperrt werden. Anwohner und Lieferverkehr dürften aber passieren, hieß es. Auch wer einen anderen Grund vorweisen könne, etwa Angehörige besuchen wolle, ein Hotel oder ein Ticket für die Zugspitzbahn gebucht habe, werde durchgelassen.

Die Staatsgäste sollen per Helikopter nach Elmau fliegen. Sollte dies etwa wetterbedingt nicht möglich sein, werde zeitweise die gesamte Strecke vom Flughafen München bis Elmau komplett gesperrt. Das dürfte die Strecke zwischen Flughafen und Landeshauptstadt treffen, die A95 und B2 Richtung Garmisch-Partenkirchen oder womöglich auch die Strecke über den Kesselberg und Walchensee.

Auch von Süden aus Österreich soll zur Gipfelzeit kein Reiseverkehr durch die Region rollen. Schon im Nachbarland werde kontrolliert, Autofahrer könnten umgeleitet werden, weite Umwege könnten nötig werden.

Bei der Bahn gibt es ebenfalls Einschränkungen: Auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald werden während der Gipfeltage keine Züge rollen.

Schon ab dem 19. Juni soll die innere Sperrzone um den Tagungsort geschlossen werden. Der Bereich rund um das Luxushotel bleibt für Touristen komplett tabu. Ein kilometerlanger Zaun wird derzeit aufgebaut. Teils werden Elemente von Bauzäunen errichtet, teils aufgrund der Geländebeschaffenheit eine Lawinenschutzverbauung.

Mit Behinderungen in München ist auch bei der Demonstration am 25. Juni gegen den Gipfel, die für 20 000 Teilnehmer angemeldet ist, zu rechnen.